Berufskolleg

„Wir gehören nicht zur Zocker-Elite“

Zwei Mädchen sind Team-Captain der eSport-Mannschaftam Berufskolleg: Nadine Rentmeister (l.) und Sarah Kruse Foto: Meinert

Zwei Mädchen sind Team-Captain der eSport-Mannschaftam Berufskolleg: Nadine Rentmeister (l.) und Sarah Kruse Foto: Meinert

Foto: WAZ FotoPool

Dorsten. „Wir gehören nicht zur Zocker-Elite Deutschlands, deshalb ist der fünfte Platz schon sehr gut“, freut sich Andreas Ollech, Lehrer am Paul-Spiegel Berufskolleg und Leiter der eSport-AG. Den 5. Platz nämlich hat ein Team des Berufskollegs beim diesjährigen bundesweiten Schulwettbewerb erreicht.

Mit zwei Mannschaften ist das Berufskolleg angetreten, die erste ist ziemlich früh ausgeschieden, die zweite ist bis kurz vors Finale gekommen, das Ende Mai/Anfang Juni ausgetragen wird. Zum ersten Mal haben mit Sarah Kruse und Nadine Rentmeister zwei Mädchen als Team-Captains Leistungsfunktion übernommen. Gespielt wurden (jeweils 3:3) das Autorennen „Trackmania“, das Strategiespiel „League of Legends“, und das Fußballspiel „HaxBall“.

Bereits seit 2009 gibt es die eSport-AG an der Schule: „Die Jugendlichen machen doch sowieso Computerspiele“, erklärt Ollech, da sei es doch besser, genau hinzusehen und die Schüler in ein Team einzubinden. Gespielt wird nur in der Freizeit zu Hause - aus einem einfachen Grund: „In der Schule sind die Rechner zu schlecht“, erklärt der Lehrer, der die AG gemeinsam mit seinem Kollegen Udo Stump betreut. Beide machen selber auch Computerspiele, sind aber nicht so gut wie ihre Schüler.

Die besondere Kunst im Wettbewerb besteht für die Kollegschüler darin, sich zu organisieren und alle Termine einzuhalten. Denn die Schüler besuchen unterschiedliche Schulzweige, von Berufsgrundschuljahr bis zum beruflichen Gymnasium, mit unterschiedlichen Stundenpläne.

Den Kontakt halten sie in der Regel per Computer, gelegentlich treffen sie sich aber auch in der Schule. Wie am Mittwoch, als es darum ging, eine Lan-Party für Ende Mai zu organisieren oder zu anderen Festen im Laufe dieses Schuljahres. Für die Hälfte der 25 AG-Mitglieder ist am Ende des Schuljahres Schluss, weil sie dann die Schule verlassen.

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