Bilanz

Kultur von Sparnot nicht gestoppt

Werner Färber (mitte knieend) Kinderbuchautor mit Kindern der Schreibwerkstatt für Grundschulkinder in der Stadtbücherei Kamen. Foto: Bodo Kürbs

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Kamen.Der Nothaushalt setze spürbare Grenzen, so Alexander Schröder, Leiter der städtischen Musikschule. Immer wichtiger werde Hilfe von Fördervereinen. Trotz Spardrucks aber legten die städtischen Kulturträger vor dem Kulturausschuss am Montag auch für 2010 eine überzeugende Bilanz vor.

Für die städtische Musikschule bot zum einen das Kulturhauptstadtjahr Gelegenheit, besondere Highlights zu setzen. Alexander Schröder erinnert an das Holocaust-Konzert in der Stadthalle und an das Kinderkonzert des Projektes „Erlebnis Musik“. Beide Male war die Stadthalle rappelvoll. Gut angekommenen sei auch ein Auftritt von Big Band und Holzbläsern in der SportSchule Kaiserau.

Gerade diese beiden Veranstaltungen zeigen die ganze Bandbreite von der musikalischen Kinderförderung bis zu anspruchsvollen eigenen Glanzlichtern.

Das Projekt „Erlebnis Musik“ wertet Schröder ohnehin als Erfolgsgeschichte. 240 Kinder aus allen Grundschulen machen dabei mit. Nach dem Start 2008 mit Konzentration auf den Gesang wurde jetzt auch die Einbeziehung von Instrumenten gewagt. 70 Kinder an fünf Schulstandorten machen hier bereits mit. Die Anschaffung der Instrumente sei nur gelungen, weil der Musikschulförderverein 8500 Euro zur Verfügung stellte.

Die Stadtbücherei erlebte Höhepunkte des Jahres im Rahmen der „Mord am Hellweg“-Reihe. Top besucht war der Gastauftritt von Ake Edwardson, atmosphärisches Glanzstück der Krimiabend bei Determann, inhaltlich spektakulär der Mafiaabend mit Petra Reski, so Büchereileiterin Andrea Sternal.

Groß geschrieben aber wurde daneben die Leseförderung. 336 Nachwuchsleser machten mit beim Sommerleseclub, Kooperation mit Schulen und Familienzentren werden ausgebaut. Auch muttersprachliches Vorlesen in Migrantenfamilien unterstützt die Bücherei. Renner in den Schulen sind die Medienkisten, die zu gerade behandelten Themen geordert werden.

Weiter zu kaufen ist in der Bücherei das Buch „Das Pferd steht auf dem Herd“. Kinder erdachten die Geschichten im Rahmen einer Schreibwerkstatt der Bücherei. Unverändert hoch sind die Ausleihezahlen: Knapp 150 000 Mal werden Medien zum Jahresende ausgeliehen worden sein.

Robert Badermann übernahm am 1. August die Leitung von Stadtarchiv und Museum und wurde von großen Ausstellungsplänen erwartet. Die Ausstellung „Mensch und Fluss“ laufe weiter gut, erzählt er. Bisher kamen 730 Besucher. Aber auch die diversen Kunstausstellungen wurden gut angenommen. 2400 Gäste im Museumsbereich wurden bei solchen Gelegenheiten gezählt, im Archiv recherchierten 250 Besucher.

Neu aufstellen muss sich die Stadt in Sachen Rathausgalerie. Mit dem Ausscheiden von Reimund Kasper hat die Verwaltung die Konzeptionierung des Ausstellungskalenders seit Herbst in externe Hände gelegt. Das sei gut angelaufen, so Fachbereichsleiter Christian Frieling. Er bewertet auch die neue Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Galerie positiv. Die soll ebenso wie Stadthalle, Haus der Stadtgeschichte und Technopark ein Standort im städtischen Ausstellungskalender werden.

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