Arobatik

Zirkusengel und Teufelsakrobaten in Düsseldorf zu sehen

Sänger und Gitarrist Max Buskohl  unterstützt die Apollo-Band in der Show.

Sänger und Gitarrist Max Buskohl unterstützt die Apollo-Band in der Show.

Foto: Handout

Düsseldorf.   Die neue Roncalli-Show „Highway to Heaven“ im Apollo-Varieté erzählt mit Artistik, Tanz und Musik vom ewigen Kampf zwischen Gut und Böse

Wilde Akrobaten und brave Zirkuskinder – damit kann man wohl rechnen, wenn eine Roncalli-Show die alte Geschichte von Gut und Böse neu erzählt. „Highway to Heaven“ heißt das Programm, in dem der ewige Kampf zwischen Engel und Teufel den roten Faden bildet. Vom Absturz in die Hölle bis zur Himmelfahrt erwartet den Zuschauer ein Roncalli-typisches, buntes Kaleidoskop an Artistik, Tanz und Musik. Die Show ist vom 17. Januar bis zum 14. April im Apollo-Varieté am Düsseldorfer Rheinufer zu sehen.

Akrobatische Moderatorin

Moderatorin Chantall aus Berlin gilt als schlagfertig und peppt ihre Ansagen mit Gesang und persönlichen Anekdoten auf. Nicht umsonst hat sie in früher Jugend eine Ballett- und Artistik-Ausbildung absolviert und kann daher auch in der Kunst der Kontorsion glänzen. Musikalisch unterstützt wird Chantall von Max Buskohl und der Apollo-Band: Der Sänger und Gitarrist stand bereits mit Bob Geldof und Bono auf der Bühne, arbeitete mit Eric Burdon und ist neben Paul McCartney, Dr. John und Cat Stevens auf dem Grammy-nominierten Klaus Voorman Tributealbum „A Sideman’s Journey“ zu hören.

Akrobatisch geht es in „Highway to Heaven“ rund mit der Rollerskating-Performance von Les Paul, den Kindern des Zirkusdirektors Bernhard Paul: Zwei Jahre lang haben Vivian, Lili und Adrian Paul zusammen mit ihrem Partner Jemile Martinez hinter dem Rücken ihres Vaters geübt und präsentieren seitdem regelmäßig ihre waghalsige Rollschuh-Nummer, bei der die Herren ihre Partnerinnen in hoher Geschwindigkeit auf einer engen Scheibe herumschleudern.

Vom Rotieren versteht Jemile Martinez genug, um auch zu jonglieren – und zwar mit Fußbällen. Der Engländer entwickelte schon früh eine Leidenschaft für das runde Leder, wollte eigentlich Profifußballer werden. Stattdessen lässt er nun fünf Bälle gleichzeitig durch die Luft fliegen und setzt dabei Hände, Füße und Kopf ein.

Auch Vivian Paul hat noch eine zweite Nummer einstudiert, bei der sie am Luftring in schwindelnden Höhen turnt. Ebenfalls hoch unter der Zirkuskuppel agieren die Amerikaner Andrew und Sasha: Ihre Partnerdarbietung an den Strapaten, langen Tüchern also, wirkt kraftvoll und elegant zugleich. Der Jongleur aus New York und die Sportgymnastin aus Südkalifornien arbeiteten schon gemeinsam für Cirque du Soleil und Spiegelworld und gewannen einen Preis beim „Festival du Cirque de Demain“.

Joel Hertzfeld bleibt lieber am Boden, jedoch nicht auf den Füßen: Seine Handstand-Akrobatik ist technisch perfekt, aber voller Gefühl. Mit enormer Körperspannung arbeiten „White Gothic“ in ihrer Partner-Akrobatik: Die vier jungen Männer aus der Ukraine kreieren gemeinsam immer wieder neue Körperbilder und gewannen mit ihrer Performance Bronze bereits beim Zirkusfestival in Izhevsk.

Rasante Stunts vom Radprofi

Ein Fahrrad spielt schließlich bei der Darbietung von Yan Sokolovskyy eine große Rolle: Der Artist beeindruckt mit rasanten Stunts und halsbrecherischen Kunststücken – der Radprofi nimmt seit 15 Jahren an Weltmeisterschaften teil. Doch ihm ist es durchaus schon passiert, dass während eines hohen Sprungs die Radgabel brach. Bleibt zu hoffen, dass sein Fahrrad in „Highway to Heaven“ heil bleibt – wilde Akrobatik soll schließlich kein „Highway to Hell“ werden.

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