Übersetzung per Video im Sozialamt

Schmallenberg.   Ein paar Klicks auf dem Laptop, schon erscheint per Video ein Dolmetscher auf dem Bildschirm. „Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“ Er sitzt in einem Wiener Büro, virtuell auch am Schreibtisch im Schmallenberger Sozialamt. Er gehört zu den Dolmetschern, die ein österreichisches Unternehmen beschäftigt, um Kunden innerhalb weniger Minuten einen Übersetzungsdienst zu bieten. Arabisch, Farsi, Bulgarisch, Türkisch – die Liste der angebotenen Sprachen ist lang. Seit Juni sind die Dolmetscher aus Wien regelmäßig ins Schmallenberger Rathaus zugeschaltet. Als erste Kommune im Hochsauerlandkreis hat die Stadt die Video-Dolmetscher getestet und jetzt einen Vertrag mit einer Laufzeit von zunächst einem Jahr abgeschlossen.

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Ein paar Klicks auf dem Laptop, schon erscheint per Video ein Dolmetscher auf dem Bildschirm. „Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“ Er sitzt in einem Wiener Büro, virtuell auch am Schreibtisch im Schmallenberger Sozialamt. Er gehört zu den Dolmetschern, die ein österreichisches Unternehmen beschäftigt, um Kunden innerhalb weniger Minuten einen Übersetzungsdienst zu bieten. Arabisch, Farsi, Bulgarisch, Türkisch – die Liste der angebotenen Sprachen ist lang. Seit Juni sind die Dolmetscher aus Wien regelmäßig ins Schmallenberger Rathaus zugeschaltet. Als erste Kommune im Hochsauerlandkreis hat die Stadt die Video-Dolmetscher getestet und jetzt einen Vertrag mit einer Laufzeit von zunächst einem Jahr abgeschlossen.

Große Hilfe in schwierigen Fällen

„Mittlerweile ist das gängige Praxis“, sagt Martin Lehrer, Sprecher des Städte- und Gemeindebundes NRW, „landesweit hat sich das aus der Not heraus entwickelt. Die Technologie gibt es ja. Wir begrüßen das.“ Aus seiner Sicht spart der Dienst des Dolmetschers per Skype erhebliche Kosten ein. „Niemand muss mehr für ein 20-minütiges Gespräch extra anreisen“, weiß Lehrer. „Und die Behörden müssen sich bei der Terminvergabe nicht mehr nach dem Dolmetscher richten.“

Carmen Oberstadt vom Sozialamt Schmallenberg ist vom Konzept überzeugt. „Mit Händen und Füßen“ habe die Verständigung bisher in schwierigen Fällen funktionieren müssen. „Wir führen sehr viele Gespräche auf Englisch, aber einige Asylbewerber sprechen kein Englisch“, sagt Oberstadt. Besonders kritisch seien die Sprachbarrieren, wenn es um rechtliche oder vertrauliche Angelegenheiten wie häusliche Gewalt gehe. „Mit der Videoübersetzung können wir komplizierte Sachverhalte in einem einzigen Gespräch regeln.“

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