Stolperstein AG heißt nun AG Lokalgeschichte/Stolpersteine

Schwelm.   Die AG „Stolpersteine“ des Märkischen Gymnasiums Schwelm (MGS) heißt nun AG „Lokalgeschichte/Stolpersteine“. In der neuesten Ausgabe des MGS-News­letters hat Anke Buetz die Hintergründe erklärt:

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Die AG „Stolpersteine“ des Märkischen Gymnasiums Schwelm (MGS) heißt nun AG „Lokalgeschichte/Stolpersteine“. In der neuesten Ausgabe des MGS-News­letters hat Anke Buetz die Hintergründe erklärt:

„Ausgangspunkt der AG Stolpersteine war im Jahr 2006 das Projekt ,Stolpersteine’, welches in einer Projektwoche am Märkischen Gymnasium angeboten wurde. Zielsetzung war es, auch in Schwelm, ,Stolpersteine’ des Künstlers Gunter Demnig zu verlegen. Stolpersteine erinnern in vielen deutschen Städten an ehemalige jüdische Mitbürger und dies sollte auch in Schwelm möglich werden.

Nachdem sich viele interessierte Schüler gefunden hatten, die Spaß an der Recherche-Arbeit z.B. in Stadt- und Schularchiv hatten, nahm die Arbeit ihren spannenden Lauf, aus einem anfänglichem Projekt wurde eine Dauereinrichtung.

Auf unterschiedliche Art und Weise wurden im Laufe der letzten Jahre Informationen über das jüdische Leben in Schwelm zusammengetragen. So besuchten die AG-Teilnehmer die alte und neue Synagoge in Wuppertal, den Zug der Erinnerungen, recherchierten in Münster im Archiv, führten eine Vermessung am Fronhof, dem Standort der ehemaligen Synagoge in Schwelm unter der ehrenamtlichen Hilfe des Vermessungsbüros Udo Stichling durch und bestätigten ansatzweise die Lage der Synagoge durch eine Stichgrabung an dieser Stelle.

Des Weiteren wurde ein Teil der Informationen, die die AG-Teilnehmer über die Schwelmer Synagoge recherchiert hatten, für die Ausstellung des Schwelmer Synagogen-Modells in der alten Synagoge Wuppertal verwendet.

Die beachtliche Sammlung an zusammengetragenen Informationen wurde in der Zwischenzeit schon mehrfach präsentiert und schließlich in einem kleinem Buch, der ,Akte Pinc’ veröffentlicht.

Aktuell bemüht sich die AG um eine Sichtung des Schularchivs und möchte damit der eigenen Geschichte näher kommen. Hierbei hat sich dann gezeigt, dass es sich lohnen würde, den Blickwinkel ein wenig zu vergrößern. Im Interesse der AG soll nun neben der Weiterführung der bisherigen Arbeit auch die Aufarbeitung der Schwelmer Geschichte im Allgemeinen stehen, so dass die aktuellen AG-Teilnehmer eine Erweiterung des AG-Namens beschlossen haben: Aus ,Stolperstein AG’ wird nun ,AG Lokalgeschichte/Stolpersteine’.

Die AG bietet Schülern des MGS natürlich weiterhin die sinnvolle Möglichkeit, sich mit der deutschen nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen, damit das Wort ,Vergangenheitsbewältigung’ nicht nur ein leerer Begriff bleibt. Hier kann die Arbeit eines Historikers hautnah erlebt werden. Gelegentlich werden Ausflüge organisiert … und wer eine besondere kreative Ader hat, wird bei unseren Ausstellungen und Veröffentlichungen ganz in seinem Element sein!“

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