Kinderbetreuung

Stadt Hattingen sucht Grundstücke für zusätzliche Kitas

Johann (3) wird von seinem älteren Bruder Jakob (6) den Weg zum Kindergarten in einem Bollerwagen gezogen. An der Tippelstraße wird eine zusätzliche Kita-Gruppe gebraucht. Der Ausbau ist aber aufwändig.

Foto: Bastian Haumann

Johann (3) wird von seinem älteren Bruder Jakob (6) den Weg zum Kindergarten in einem Bollerwagen gezogen. An der Tippelstraße wird eine zusätzliche Kita-Gruppe gebraucht. Der Ausbau ist aber aufwändig. Foto: Bastian Haumann

Hattingen.   Neue Gruppen sind geplant. Mit der HWG gibt es Gespräche über einen Bau in Niederwenigern. In Blankenstein und Holthausen ist eine Kita nötig.

In der Hattinger Kita-Landschaft stehen zahlreiche Baumaßnahmen an. Weil auch nach der Umsetzung der bisherigen Planungen und Überlegungen noch Plätze fehlen würden, kommt nun ein ganz neuer möglicher Investor ins Spiel: die HWG. Wo gebaut wird und werden soll und wo noch Lösungen gefunden werden müssen, zeigt unsere Übersicht.

Niederwenigern

In Niederwenigern fehlen wie andernorts im Stadtgebiet Plätze, um den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz erfüllen zu können. Anfang des Jahres hatten die Träger erklärt, dass weder die evangelische Kita Jugendherbergstraße, noch die katholische Einrichtung Essener Straße erweitert würden. Die Idee: An der städtischen Kita Tippelstraße in der Winzermark soll eine dritte Gruppe entstehen. Allerdings sind die Baukosten mit gut 800 000 Euro, von denen die Stadt mehr als eine Viertelmillion selbst tragen müsste, sehr hoch.

Grund ist die Lage. Nachdem Teile der ehemals als Schule genutzten Gebäude abgerissen und die Grundstücke verkauft worden, ist der Zugang nun erschwert, erklärt Rudolf Viefhaus, Leiter der Gebäudewirtschaft. Alle Baumaterialien müssten per Kran über das Gebäude befördert werden.

Ins Spiel kommt nun die HWG. Bei der Wohnungsgenossenschaft kann man sich vorstellen, in Niederwenigern eine Kita zu bauen, bestätigt Sprecherin Nina Jäger. Informelle Gespräche mit der Stadt habe es gegeben, aber noch keine konkreten Planungen. Denkbar sei zum einen, dass die Stadt auf einem HWG-Grundstück baut. Noch besser sei ein Investorenmodell für eine viergruppige Kita, ähnlich wie am Rosenberg, so Viefhaus. Der teure Umbau an der Tippelstraße wäre dann nicht mehr nötig. Die Stadt besitzt selbst kein geeignetes Grundstück für einen Neubau.

Innenstadt

Am Rosenberg wird diskutiert, ob statt einem Bau für vier Gruppen auch einer für sechs Gruppen möglich ist, ohne dass sich der Baubeginn im September verzögert.

Welper

Eine zusätzliche Gruppe entsteht auch in der Einrichtung „An der Hunsebeck“. Damit kann in Welper jeder Rechtsanspruch erfüllt werden. Allerdings stehen die Plätze nicht wie zunächst geplant zum 1. August zur Verfügung, sonder voraussichtlich erst Anfang 2019.

Blankenstein

Deshalb wird die Übergangslösung in Blankenstein im Gemeindehaus an der Vidumestraße verlängert. Geplant ist, wenn der Offene Ganztag der Grundschule in einen geplanten Neubau umzieht, die freigewordenen Räume für eine weitere Kita-Gruppe zu nutzen. Dennoch bliebe die Situation in Blankenstein problematisch – wie auch in Holthausen.

Holthausen

Die Verwaltung wurde deshalb beauftragt, einen Standort für eine neue Kita zu suchen, der sowohl für das Einzugsgebiet Blankenstein, wie auch Holthausen geeignet ist. Mittelfristig wünscht man sich hier eine viergruppige Einrichtung.

Rauendahl

Im Rauendahl fehlen besonders viele Kita-Plätze. Eine Erweiterung der evangelischen Kita an der Rauendahlstraße wurde bereits mit dem Kirchenkreis besprochen. Träger und Stadt favorisieren die Lösung, die Kita direkt um zwei Gruppen zu erweitern und ein Obergeschoss anzubauen. Die Plätze sollen zu Beginn des Kindergartenjahres 2019/2020 fertig sein.

Südstadt

In der ehemaligen Bruchfeldschule entstehen bis August drei weitere Gruppen. Eine wurde hier bereits geschaffen.

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