Gesundheit

Heilpflanzen sind in Hattingen wieder sehr gefragt

Um die Lourdesgrotte herum ist der Klinikgarten der Naturheilkunde der Klinik Blankenstein angelegt. Dort kann man sich über Heilpflanzen aller Art informieren.

Um die Lourdesgrotte herum ist der Klinikgarten der Naturheilkunde der Klinik Blankenstein angelegt. Dort kann man sich über Heilpflanzen aller Art informieren.

Foto: Fischer

Hattingen.  Klinik Blankenstein bietet ab April wieder Führungen durch den Kräutergarten an. Teilnehmer lernen viel über Salbai, Brennnessel und Löwenzahn.

Arzneipflanzenkunde gab es bereits in der Antike. Dann schien sie verloren zu sein. Was von Generation zu Generation, von den Großmüttern zu den Müttern und zu ihren Nachkommen an Wissen weitergegeben worden war, es war durch die Naturwissenschaften und die konventionelle Medizin lange Zeit in Vergessenheit geraten. Aber das Interesse an früherem Wissen blühte auf. Eine Rückbesinnung auf Behandlungen mit Heilpflanzen hat längst wieder eingesetzt. Säfte, Wickel, Bäder, Tees auf Heilkräuterbasis werden immer mehr nachgefragt.

Zwei Führungen pro Woche

Ab April gibt es wieder ärztlich geleitete Führungen durch den Heilpflanzengarten der Klinik Blankenstein. „Um Interessierten und Patienten die Pflanzenheilkunde näher zu bringen, bieten Ärzte der Klinik ab kommendem Monat zweimal pro Woche wieder Führungen an“, teilt die Klinik mit.

„Je nach Wetterlage finden die Führungen im Sommer und Herbst montags und mittwochs statt. Während des Klinikaufenthalts nehmen auch die Patienten an dieser Führung teil“, sagt Prof. André-Michael Beer, Leiter der Klinik.

Die Teilnehmer an den Führungen lernen, wichtige Heilpflanzen zu erkennen und sie nach eigenen Bedürfnissen zu verwenden. Sie erfahren, dass unterschiedliche Bestandteile der Pflanzen je nach Krankheitsbild genutzt werden können und sogar der Zeitpunkt des Erntens einen Einfluss auf die Qualität des Produktes hat.

Tafeln erleichtern den Überblick

Außerdem werden ganz gezielt Empfehlungen gegeben, welche Heilkräuter aufgrund ihrer möglichen Giftwirkungen nur unter fachkundiger Aufsicht verwendet werden sollten. „Arzneipflanzen können den natürlichen Heilungsprozess unterstützen und nachhaltig und vor allem schonend zur Genesung beitragen.“ Klar sei, dass die Heilpflanzen in der Regel deutlich weniger Nebenwirkungen haben als die synthetischen Medikamente oder Arzneimittel.

„Die Verwendung von pflanzlichen Arzneimitteln ist in der Medizin heute weit verbreitet und hat aufgrund des sehr guten Wirksamkeitsnachweises einen festen Platz in der modernen Arzneimitteltherapie“, heißt es aus der Klinik. Immer wieder reagieren die Teilnehmer der Führungen ausgesprochen überrascht, welche Heilwirkungen das sogenannte Unkraut, wie Brenn­nessel oder Löwenzahn, hat.

Pflanzen riechen und fühlen

Auch besitzen viele Pflanzen, die man gerne auf dem Balkon oder im Garten stehen hat, heilende Eigenschaften – wie Lavendel, Holunder und Weißdorn. Auf dem Heilpflanzenlehrpfad im Kräutergarten befinden sich außerdem auch bekannte Heilkräuter wie Salbei, Pfefferminze, Baldrian und Johanniskraut.

Tafeln, die entlang des Lehrpfades aufgestellt sind, ermöglichen einen Überblick über das Aussehen, die Heilwirkung und die Art der Zubereitung. So kann das neu erlernte oder aufgefrischte Wissen auch durch Riechen oder Befühlen der Pflanze nachhaltiger erinnert werden. „Natürlich lädt auch die Schönheit des Gartens dabei zum Verweilen und Genießen ein“, betonen die Naturheilkundler

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben