AUSBILDUNG

Hattinger Unternehmer haben Verein für Ausbildung gegründet

Auf das Berufsleben vorbereiten wollen die Mitglieder des neuen Vereins „Hattingen bildet aus“ Jugendliche. An Kochevents hat etwa Heinz Bruns vom Haus Kemnade gedacht.

Foto: Ralf Rottmann

Auf das Berufsleben vorbereiten wollen die Mitglieder des neuen Vereins „Hattingen bildet aus“ Jugendliche. An Kochevents hat etwa Heinz Bruns vom Haus Kemnade gedacht. Foto: Ralf Rottmann

hattingen.   Aktive um Sabine Zumsande wollen Jugendliche auf Berufwelt vorbereiten. Ideen gibt es viele: vom Bewerbungstraining bis zum Kochevent.

„Jetzt geht’s los“ – voller Tatendrang ist Sabine Zumsande. Sie ist Mitglied im eben gegründeten Verein „Hattingen bildet aus“. Erstes Ziel: „Bis zur Ausbildungsmesse im Reschop-Carré Anfang des Jahres wollen wir ein kleines Programm fertig haben.“

Bald schon soll das Logo des Vereins fertig sein, Mitglieder des Jugendparlaments sollen ins Boot geholt werden, die Aktiven wollen vermehrt Firmen ansprechen. Die Aktiven, das sind neben der zertifizierten selbstständigen Buchhalterin Zumsande: Holger Kost von Kerkemeier, Christian Birck von T&A, Philipp Stalter von Stalter Immobilien, Maik Böcker von Duo Optik & Akustik, Rainer Haarmann, LVM Versicherungs-Agentur, Heinz Bruns vom Haus Kemnade und Zumsandes Praktikantin Elmas Grigoryan.

Berufe bei Jugendlichen bekannt machen

Ideen gibt es viele. Schnell umsetzen lässt sich laut Zumsande, Kartons bei Firmen aufzustellen, damit sie ihre Druckerpatronen zum Recyclen geben. „Der Erlös soll für Jugendprojekte sein.“

Berufe bei Jugendlichen bekannt zu machen, Unternehmer mit Jugendlichen in Kontakt zu bringen, das ist das Ziel des Vereins. „Wir wollen uns stark an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientieren, darum binden wir sie ein“, so Sabine Zumsande. Die Unternehmen sollen nicht auf Bewerbungen von Jugendlichen warten – sondern selbst aktiv werden, sie fürs Unternehmen begeistern. „Wir Unternehmer haben die soziale Verantwortung, uns um die Jugend zu kümmern.“

Bewerbungsgespräche mit Schülern zu trainieren, sieht der Verein als eine Aufgabe. In Übungsfirmen sollen sich Jugendliche ausprobieren können, so Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Unternehmertum, Umgangsformen, Teamarbeit lernen. „Und das alles ohne Notendruck. Wir könnten auch ein gebrauchtes Auto kaufen, das die Jugendlichen wieder fit machen.“ Und vielleicht bei einer großen öffentlichen Veranstaltung meistbietend verkaufen, so eine Idee.

Auch die Firmen sollen profitieren

An Kochevents hat Bruns gedacht. Eigene Mode schaffen und auf den Laufsteg bringen, Fotoprojekte, ein Wettbewerb „Websites entwickeln für Firmen“ – langsam: „Nach und nach setzen wir Ideen um, sind für Anregungen immer dankbar“, sagt Sabine Zumsande, die in dem neuen Verein auch Vorstandsmitglied ist. Und von den Projekten sollen nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Firmen profitieren – wenn dann zum Beispiel eine tolle Website entsteht.

Zwei Mal im Jahr wird ein Programmheft erscheinen. Auch Angebote für Auszubildende gilt es zu schaffen. „Es wäre auch schön, wenn es unter den Firmen zu einem Austausch von Azubis kommt, so dass sie mal in andere Unternehmen schnuppern können.“ Lebenspraktisches soll vermittelt werden – vom Handyvertrag bis zu Miet- und Versicherungsverträgen. Ein Praktikumsplatzverzeichnis, findet Zumsande, ist überfällig. Eine Anlaufstelle für Eltern will der Verein außerdem sein.

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