Ferienspaß

Hattinger Kinder begeistern sich fürs Schachspiel

Julia, Theo und Timo mit Schachlehrer Markus Borgböhmer beim Ferienspaß- Schachcamp 2018.

Foto: Fischer

Julia, Theo und Timo mit Schachlehrer Markus Borgböhmer beim Ferienspaß- Schachcamp 2018. Foto: Fischer

Hattingen.  Im fünftägigen Schachcamp des Ferienspaßes lernen Kinder Tipps und Tricks rund um das strategische Brettspiel. Viele bringen schon Erfahrung mit.

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Schachspielen ist mehr als das stundenlange Grübeln über den nächsten Zug in stillen Räumen. Die Jungen und Mädchen, die in diesem Jahr am Ferienspaß- Schachcamp teilnehmen, beweisen es. Sie sitzen bei dem guten Wetter draußen, es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Alle haben Spaß und sind dennoch konzentriert bei der Sache.

Das Camp fordert die Kinder nicht nur mental, sondern auch physisch. Denn vormittags ist Zeit zum Austoben . Ob Fußballspielen, Schaukeln oder andere sportliche Aktivitäten – auf dem Gelände des TC Ludwigstal wird Wert darauf gelegt, die Kinder zu bewegen, bevor es an die Schachbretter geht.

Schachmatt in fünf Minuten

Theo Martin (7), einer der jüngsten Teilnehmer, mag Fußball gerne, konnte sich aber im Camp für das traditionelle Brettspiel begeistern. Markus Borgböhmer leitet das Wochenprojekt, ist Schachlehrer und Inhaber der Schachschule Borgböhmer in Hattingen und Haßlinghausen. Er gibt auch Schach AGs an Grundschulen.

Danach kommen alle zusammen und lernen etwas über die Theorie des Spiels. Auf dem Papier lässt Borgböhmer die Kinder zunächst ihre Fähigkeiten trainieren. Sie üben bestimmte Züge, lernen Strategien kennen. Timo Koßmeier (8) begeisterte sich in einer AG für Schach und erklärt: „Italienisch spielen heißt, dass man zuerst die Bauern zieht, um Platz für die starken Figuren zu machen.“

Wichtig für den Denksport ist es zu wissen, wie man die Spielfiguren in ihre richtige Anfangsposition bringt. Das ist gar nicht so leicht. Nach vier Tagen beherrschen alle Kinder diese Aufgabe jedoch fehlerfrei. Innerhalb weniger Sekunden stehen Bauern, Türme, König und Co korrekt aufgereiht auf dem Brett. „Am Montag hat das noch nicht so reibungslos geklappt. Wir haben viel geübt“, sagt der Schachlehrer lachend.

Botros spielt, seit er vier Jahre ist

Die Zug- und Schlagmöglichkeiten aller Figuren gehören auch zum Basiswissen. „Meine Lieblingsfigur ist die Dame. Sie kann man in alle Richtungen bewegen und sie hat einen hohen Wert im Spiel“, weiß die achtjährige Julia Becker. Sie war bereits 2017 dabei. Mit Mama, Papa, Oma und Opa wurde zu Hause fleißig geübt. Botros Daoko (8) ist ebenfalls ein halber Profi. Er besucht die Schach AG und ist Mitglied im Schachverein Welper. Sogar Turniere hat er schon erfolgreich bestritten. „Seit ich vier Jahre alt bin, spiele ich.“

Verschiedene Spielarten, wie das Spiel auf Zeit, werden am Nachmittag ausprobiert. Hierbei müssen beide Spieler versuchen, den Gegner innerhalb von fünf Minuten schachmatt zu setzen. Nach jedem Zug wird die Zeit gestoppt.

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