Hochwasser

Hattinger Heimatverein will Hochwassermarke zurückholen

Die Hochwassermarke soll einen neuen Platz finden.

Foto: Stadtarchiv Hattingen

Die Hochwassermarke soll einen neuen Platz finden. Foto: Stadtarchiv Hattingen

Hattingen.   Gedenkstein stand von 1966 bis 1998 an der Bochumer Straße und wurde dann eingelagert. Er stand dem Neubau der Hattinger Ruhrbrücke im Weg.

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In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai 1943 wurde die in den Jahren 1908 bis 1913 erbaute, 40 Meter hohe und 650 Meter lange Staumauer der Möhne-Talsperre durch die „Operation Chastise“ (Züchtigung) der Royal Air Force zerstört. Im Ruhrtal zwischen Neheim und Essen verloren in Folge der Flutwelle 1579 Menschen ihr Leben – in Hattingen, wo die zerstörerische Wucht der Welle erst abnahm, ertrank ein Helfer, als er ein Opfer retten wollte.

Flussbett war fast 700 Meter breit

Seit 1966 erinnerte an der Bochumer Straße gegenüber Haus Wallbaum ein Gedenkstein an den Stand des Ruhrhochwassers in den Jahren 1890, 1909 und 1943. Ausgeführt wurde die Arbeit auf Beschluss des Wald- und Anlagenausschusses vom 9. November 1964 von der Hattinger Steinbildhauerei Uhlig.

Das Flussbett in der Umgebung von Haus Wallbaum war vor der Möhne-Katastrophe bei normalem Pegel 30 bis 35 Meter breit, nach Bruch des Staudammes hatte es sich jedoch bis zur Wuppertaler Straße in Winz-Baak auf fast 700 Meter Breite ausgedehnt.

75. Jahrestag der Möhne-Katastrophe

Mit dem Neubau der Hattinger Ruhrbrücke von 1998 bis Juni 2002 verschwand die Hochwassermarke, an die sich viele Hattinger sicherlich noch erinnern. Der Heimatverein Hattingen/Ruhr regt zum 75. Jahrestag der Möhne-Katastrophe jetzt an, den derzeit bei der Stadt eingelagerten Hochwasserstein in Flussnähe im Gewerbe- und Landschaftspark Heinrichshütte auf gleichem Höhenniveau wieder aufzustellen. So soll an die tragische Gewalt der Ruhr in den Jahren 1890 (höchster gemessener Wasserstand), 1909 und 1943 erinnert werden.

An ihren angestammten Platz kann die Marke nicht mehr zurückkehren, da durch den Bau des Brückendamms am Wallbaum das Bodenniveau gravierend verändert wurde.

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