Jugendfußball

Hannover 96 bejubelt Premierensieg

Der Nachwuchs von Hannover 96 freute sich über den Gewinn des Jüberg-Cups.

Der Nachwuchs von Hannover 96 freute sich über den Gewinn des Jüberg-Cups.

Foto: Max Winkler

Hemer.  Entscheidung fällt im Penaltyschießen. SCT- und SG-Ehrentreffer werden gefeiert.

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Der 8. Internationale Jüberg-Cup des SC Tornado Westig hat sich erneut als voller Erfolg dargestellt. Wieder nahmen 20 Mannschaften teil, sowohl regionale Teams als auch internationale Vertreter. „Die Vielfalt der Teilnehmer macht natürlich den Reiz aus“, erklärt Turnierorganisator Stefan Zajonz, „die deutschen Teams kennen sich meist sehr gut, doch unbekanntere Gegner sind für sie wie eine Wundertüte.“

Nachdem die meisten heimischen Mannschaften bereits in der Vorrunde am Samstag ausgeschieden waren, schaffte neben Gastgeber SC Tornado Westig auch die SG Hemer den Sprung in die nächste Runde. Mit Blick auf die hochkarätigen Gruppengegner waren die Chancen auf ein erneutes Weiterkommen allerdings gering. Tornado-Coach Florian Kaiser setzte sich und seinen Spielern deshalb ein Ziel: am zweiten Tag ein Tor zu schießen. Eines gelang dann auch. Mustafa Dafoud traf gegen Schalke 04 und sorgte damit auf der Tribüne für Jubelstürme.

Reibungsloser Turnierverlauf und faire Spiele

Auch die SG Hemer konnte den zweiten Tag genießen. Trainer Olaf Tschorn wollte seine Jungs für das Weiterkommen belohnen und alle Spieler einsetzen: „Jeder soll einmal die Erfahrung machen, gegen eine Topmannschaft zu spielen.“ Auch Hemer erzielte einen Treffer. Gegen den tschechischen Gegner Mlada Boleslav lag man sogar durch Johann Scholly in Führung.

Die auswärtigen Trainer lobten vor allem die gute Organisation, nur der Zeitplan konnte am Ende nicht mehr ganz eingehalten werden. So musste die Ehrung des Vierten AC Boulogne-Billancourtaus Frankreich vorverlegt werden, damit die Pariser noch ihren Zug erreichen konnten.

Die Gäste nutzten unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten. Während die Mannschaften aus NRW größtenteils nach Hause fuhren, fanden die Teams mit einer längeren Anreise beispielsweise Unterkunft in Gastfamilien oder in der Turnhalle der Westiger Diesterwegschule, im Zinzendorfhaus in Westig oder in Hotels.

Die 8. Ausgabe im Grohe-Forum zeichnete sich vor allem durch die Fairness aus, für den reibungslosen Ablauf sorgten fünf heimische Nachwuchsschiris. Für Diskussionen sorgte die Körpergröße eines Neheimer Spielers, der aus Sicht des Publikums älter war. Schalkes Coach Brian Hoffmann kritisierte die Reaktionen: „Er kann ja nichts dafür, dass er groß gewachsen ist. Gerade in diesem Alter ist so eine Kritik nicht förderlich.“

Anfang Februar 2020 findet die 9. Auflage statt

Ab Viertelfinale wurden Spiele, die nach zehn Minuten ohne Sieger blieben, erneut im Penaltyschießen entschieden. Stefan Zajonz: „Das Neunmeterschießen ist Glückssache. Beim Penaltyschießen kommt es aber auf das Können an.“ Auch für den Torwart sei dieses Eins-gegen-Eins-Spiel anspruchsvoller. „Das ist etwas exotisch, kommt aber gut an.“

Nachdem sich Hannover 96 mit einem klaren Erfolg gegen den AC Boulogne-Billancourt für das Endspiel qualifiziert hatte, kam es im zweiten Halbfinale zum von vielen erhofften Revierderby Schwarz-Gelb gegen Blau-Weiß. Es entwickelte sich eine packende Partie, die die Schalker kurz vor Schluss mit einem Doppelschlag gegen Dortmunder für sich entschieden.

Doch das Finale sollte noch besser werden. Die Hannoveraner spielten schon früh ein 2:0 heraus, den Knappen gelang aber der Ausgleich . In der letzten Minute gingen die Gäste von der Leine wieder in Führung und sahen schon wie der Turniersieger aus, aber 20 Sekunden vor dem Ende glichen die Schalker wieder aus. Und so kam es zum Penaltyschießen, wo beide nach anfänglichen Schwierigkeiten souverän trafen. Am Ende verschoss Schalke den letzten Penalty und so durfte sich Hannover 96 zum ersten Mal Jüberg-Cup-Sieger nennen und den Wanderpokal mit nach Hause nehmen.

Knappen-Coach Hoffmann war im Anschluss nicht enttäuscht über die Finalniederlage: „Uns ist wichtig, dass die Spieler lernen, Verantwortung zu übernehmen. Das haben sie gut gemacht.“ Hannovers Trainer Marco Möhring reagierte eher zurückhaltend auf den Sieg: „Das ist Kinderfußball, und für uns steht die Ausbildung im Vordergrund. Wir sind mit Perspektivspielern angetreten und haben viel gelernt, der Gewinn des Turniers ist natürlich ein schöner Zusatz.“

Anfang Februar 2020 wollen die Niedersachsen den Pokal verteidigen. In einigen Tagen beginnt dann für Stefan Zajonz und Co. schon die Vorbereitung auf die 9. Auflage.

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