Ohm & Häner

Erfolgsgeschichte à la Sauerland

50 Jahre Ohm & Häner: Die Seniorchefs Paul Ohm (2. v. li.) und Aloys Häner (2. v. re.) mit den heutigen Geschäftsführern, ihren Söhnen Ludger Ohm (li.) und Bernd Häner (re.).

50 Jahre Ohm & Häner: Die Seniorchefs Paul Ohm (2. v. li.) und Aloys Häner (2. v. re.) mit den heutigen Geschäftsführern, ihren Söhnen Ludger Ohm (li.) und Bernd Häner (re.).

Foto: WP

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Olpe.Eine ganz typische Sauerländer Erfolgsgeschichte hatten am Donnerstag in „Koch’s Hotel“ die Inhaber der Firma Ohm & Häner anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums zu erzählen.

Denn aus einer Art „Garagenfirma“, die Paul Ohm und Alois Häner 1961 in Olpe-Friedrichsthal gegründet hatten, haben ihre Söhne Dr. Ing. Ludger Ohm und Dipl.-Ing. Bernd Händer zwischenzeitlich einen Vorzeige-Betrieb der Metallgießerei-Branche mit rund 450 Mitarbeitern und über 400 Kunden geformt.

Kein Wunder also, dass Vertreter aus Kommunalpolitik und Wirtschaft die Einladung zum Jubiläums-Empfang ebenso gerne angenommen hatten wie Repräsentanten der wichtigsten Kunden - allen voran EMG (Wenden), Stiebel (Waldbröhl) und Centa (Haan).

Bernd Häner erinnerte daran, dass das Unternehmen in nur zwei Generationen von „Null auf 450“ gewachsen sei, womit er den rasanten Anstieg der Mitarbeiterzahl ansprach.

Ludger Ohm ging auf die Anfänge in Friedrichsthal ein, auf die damals noch simple Bürokratie der Baugenehmigung („Der Papieraufwand hat sich zu damals vertausendfacht) und lobte den langjährigen Einsatz der Senioren-Generation, die das Unternehmen mit harter Arbeit und viel Geschick aufgebaut hätten. Stück für Stück sei der Metall-Gießerei-Betrieb gewachsen: „Ende der 60-er Jahre waren 10 Mitarbeiter beschäftigt, Ende der 70-er Jahre schon 39.“ Immer wieder habe der Betrieb am Standort in Friedrichstahl angepasst werden müssen. Ohm: „Insgesamt haben wir hier 25-mal ausgebaut und erweitert.“

Eine extrem „rasante Entwicklung“ habe es in den 80-er Jahren mit einer Umsatzsteigerung von 345 Prozent in nur 10 Jahren gegeben.

Ohm ließ die Gelegenheit nicht verstreichen, ein unüberhörbares Bekenntnis zum Standort Friedrichsthal abzugeben: „Wir werden hier noch viele Jahre produzieren.“ Weitere Bauvorhaben, so deutete er an, seien beabsichtigt: „Wir erhoffen uns noch Möglichkeiten in Friedrichsthal.“

Dass man sich Mitte des Jahrzehnts dennoch dazu entschlossen habe, einen zweiten Standort aufzubauen, „lag an dem riesigen Wachstum“, das sich bis zur Wirtschaftskrise 2008 gezeigt habe. Nachdem Ohm & Häner im Drolshagener Gewerbegebiet „Buchholz“ einen geeigneten Standort habe finden können, sei die neue Gießerei schließlich in Rekordbauzeit von etwa 40 Wochen entstanden, und, so Ohm: „Heute sind wir froh, dass wir es gemacht haben. Die Kunden waren jeden Tag am schreien.“ Der erste Abguss am 10. September 2008 sei regelrecht herbeigesehnt worden.

Bei aller positiver Entwicklung habe es auch Rückschläge gegeben: „Die Weltwirtschaftskrise hat auch uns 2008 mit ungeheurer Wucht getroffen.“ Im vierten Quartal, so Ohm, sei der Umsatz um 42 Prozent eingebrochen. Jetzt sei man wieder optimistisch: „Für die nächsten drei Jahre erwarten wir eine Kurve ohne Zacken.“

Großes Lob erntete die Jubiläums-Firma von Verbandsseite. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Gießerei-Industrie, Klügge, riet sogar: „Wenn Ohm & Häner an die Börse gehen würden, sollte man die Aktien kaufen.“

Olpes Bürgermeister Horst Müller erinnerte an die „harte Arbeit und die große Leistung“ der Vorgänger-Generation. Dennoch sei es den heutigen Firmenchefs gelungen, aus dem Schatten der Väter herauszutreten. „Was wir von der Stadt Olpe aus tun können“, so Müller zu den Erweiterungsplänen, „werden wir tun.“

Sein Drolshagener Kollege Theo Hilchenbach zeigte sich froh darüber, dass „wir zehn Prozent ihrer Firmengeschichte begleiten durften.“ Zunächst sei es im Gewerbegebiet Buchholz nur um einige tausend qm gegangen, dann seien daraus rund 70 000 geworden - für „Europas modernste Alu-Sand-Gießerei“ .

Am Rande: Wer Interesse an der detaillierten Firmengeschichte von „Ohm & Häner“ hat, für den hat das Unternehmen ein Jubiläumsbuch herausgegeben mit dem Titel „Aus einem Guss“. Dort, so Ludger Ohm, werde auch die Wirtschafts-Geschichte der Region des 19. und 20. Jahrhunderts beleuchtet.

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