Swing-Musik

Das Glenn Miller Orchestra macht Halt in der Region

Glenn Miller Orchestra mit dem neuen Programm "Jukebox Saturday Night“ auf Tour.

Glenn Miller Orchestra mit dem neuen Programm "Jukebox Saturday Night“ auf Tour.

Foto: Helge Landmann

  Der Niederländische Musiker Wil Salden lässt auf seiner Tournee die Musik des berühmten Jazz-Posaunisten Glenn Miller wieder aufleben.

Eigentlich ist es schon ein bisschen traurig. Da schreibt und spielt Glenn Miller mit seinem Orchester das Stück, das zum Inbegriff für weiße Swing-Musik wird – und alles, woran sich die Leute als erstes erinnern, ist sein mysteriöser Tod 1944. Dabei ist „Moonlight Serenade“ noch heute der Renner auf vielen Hochzeit – so schön romantisch zum Schwofen. Fast genau 75 Jahre ist es her, da verschwindet Glenn Millers Flugzeug über dem Ärmelkanal – die lebende Legende der 30er-Jahre wird zur Legende.

Die Erinnerung an seine Swing-Ära prägende Musik lässt heute das Glenn Miller Orchester regelmäßig aufleben. Millers einstige Bandleader-Position nimmt dabei der Niederländer Wil Salden ein. Mit seinem Glenn Miller Orchestra geht der Jazzmusiker erneut auf Tour und präsentiert unter anderem in Essen am 17. Februar das neue Programm „Jukebox Saturday Night“, benannt nach der im Januar 2018 erschienenen gleichnamigen CD.

Klassiker wie „Moonlight Serenade“

Die große Big-Band-Besetzung und die Vocalgroup „The Moonlight Serenaders“, bestehend aus Musikern, einer Sängerin und dem Orchesterleiter Wil Salden, versetzen das Publikum dabei zurück in die Zeit der Musikautomaten aus den 30er- und 40er-Jahren. Gespielt werden dann Swing-Klassiker wie „What A Wonderful World“, „Blue Moon“, „Every­body Loves My Baby“ und die weltbekannten Miller-Hits „In The Mood“ sowie „Moonlight Serenade“. Dabei ist letzterer die einzige Komposition, die der Jazz-Posaunist und Bandleader selbst schrieb. Der zweite große Erfolg zum Beispiel stammt von Komponist Joe Garland.

Der Musik tut das keinen Abbruch, schließlich wurden seine Melodien so populär, dass heute nur drei Orchester auf der ganzen Welt die originalen Arrangements spielen dürfen. Wil Saldens Band deckt dabei Europa ab und tourt regelmäßig durch die Länder.

Glenn Miller selbst machten die Kompositionen zu einem der erfolgreichsten Musiker während des Zweiten Weltkrieges – den er nicht überleben sollte. Warum sein Flugzeug abstürzte, ist bis heute nicht geklärt. Die wahrscheinlichste Theorie berichtet von britischen Bombern, die unverrichteter Dinge wieder nach Hause flogen.

Der nicht abgeworfenen Bomben entledigten sie sich wie üblich über dem Ärmelkanal. Weil so dichter Nebel herrschte, war Millers Maschine nicht zu sehen und wurde höchstwahrscheinlich getroffen. Allerdings wurde das Wrack nie gefunden. Überlebt haben seine großartigen Kompositionen, die noch heute regelmäßig an den Grandseigneur der Swing-Ära erinnern.

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