Soziales

Das Gemeindehaus in Niederwenigern wird verkauft

Rund um das alte evangelische Gemeindehaus in Niederwenigern wird sich einiges tun: Pfarrer Ludwig Nelles, Meinolf Roth und Yvonne Noellen von der Theresia-Albers-Stiftung und Architekt Peter Lammsfuß stellen die Pläne vor.

Rund um das alte evangelische Gemeindehaus in Niederwenigern wird sich einiges tun: Pfarrer Ludwig Nelles, Meinolf Roth und Yvonne Noellen von der Theresia-Albers-Stiftung und Architekt Peter Lammsfuß stellen die Pläne vor.

Foto: Fischer

Hattingen.   Die evangelische Gemeinde in Niederwenigern plant einen Neubau. Theresia-Albers-Stiftung baut ein Heim für geistig Behinderte.

In Niederwenigern wird das evangelische Gemeindehaus verkauft. Die Theresia-Albers-Stiftung will an der Stelle eine neue Unterkunft für Menschen mit geistiger Behinderung errichten. Und auch die Gemeinde baut neu.

Dass das denkmalgeschützte Bruchsteinhaus an der Essener Straße für die Kirchengemeinde zu teuer wird, steht bereits seit zwei Jahren fest. Die nötige Sanierung kann sie nicht stemmen. Zudem müsste auch der neuere Teil mit dem Gemeindesaal renoviert werden. Die Finanzierung sollte der Verkauf des Altbaus sichern. Jetzt wird der Saal abgerissen, an seine Stelle kommt ein moderner Bau der Theresia-Albers-Stiftung für 2,5 Millionen Euro.

Anbau mit Saal wird abgerissen

Die unterhält unter anderem in Bredenscheid das Haus Theresia für Menschen mit einer geistigen Behinderung oder psychischen Erkrankung. „Heute sind die Anforderungen an die Häuser ganz andere. Wir müssen deshalb Plätze verlagern“, erklärt Meinolf Roth, Direktor der katholischen Stiftung. „Händeringend“ habe man deshalb nach einem geeigneten Grundstück gesucht und es in Niederwenigern gefunden.

„Es ist ein wichtiges Projekt der Ökumene“, sind sich Roth und Pfarrer Ludwig Nelles einig. Der hatte für das Gemeindehaus eine neue Nutzung gesucht, die mit christlichen Werten zu tun hat. „Und sich um Menschen mit Benachteiligungen zu kümmern, ist spezifisch christlich“, freut er sich.

In drei Wohngruppen für je acht Personen finden Menschen mit geistiger Behinderung ein neues Zuhause. Dabei soll der neue Bau mit großen Fenstern ausgestattet sein und den Blick auf den denkmalgeschützten Altbau freilassen. Er wird einstöckig in das große Gartengrundstück hineingebaut, wobei auch Lichthöfe und Grünflächen erhalten bleiben. Anstelle des jetzigen Anbaus des Gemeindehauses mit dem großen Saal tritt ein zweigeschossiger Bau.

Gemeindehaus wird kleiner als bisher

Direkt daneben, angrenzend an den Parkplatz, entsteht das neue Gemeindehaus. Kleiner als bisher, aber funktional. Entworfen hat es, wie auch den Stiftungsbau, Architekt Peter Lammsfuß. „Alles soll einen gestalterischen Zusammenhang haben“, erklärt er.

Etwa 750 000 Euro – ein Großteil aus dem Verkauf – will die Gemeinde investieren. Geplant sind ein teilbarer Saal, Gemeindebüro, Lagerräume. Nelles ist optimistisch, für die zwölf Gemeindegruppen Platz zu finden. Nötig sei eine neue Planung der Nutzungszeiten.

Baustart für 2019 geplant

Gebaut werden soll in Niederwenigern so schnell wie möglich. Im Herbst sollen die Bauanträge gestellt werden. Die Beteiligten hoffen darauf, dass in etwa einem Jahr der erste Spatenstich erfolgen kann. Für die Bauzeit sucht die Gemeinde bereits mit den katholischen Nachbarn aus St. Mauritius das Gespräch über ein Ausweichquartier. „Da mache ich mir wenig Sorgen“, sagt Pfarrer Nelles.

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