Bügeleisenhaus

Ausstellung Made in Hattingen zeigt mehr als Stahl und Kohle

Das Museum im Bügeleisenhaus präsentiert seit Samstag die Ausstellung „Made in Hattingen“, hier mit Erinnerungen an die Firma Heinrich Hill. 

Das Museum im Bügeleisenhaus präsentiert seit Samstag die Ausstellung „Made in Hattingen“, hier mit Erinnerungen an die Firma Heinrich Hill. 

Foto: Fischer

Hattingen.   Exponate umspannen einen zeitlichen Bogen über Jahrzehnte mit kurzen Hinweisen zu Zeit und Herkunft. Produkte früherer Firmen sind zu sehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wer an Arbeit in Hattingen denkt, dem fallen die Henrichshütte und der Bergbau ein. Danach wird es vor allem für Außenstehende schwierig, große Namen und bedeutende Unternehmen oder Produkte zu nennen.

Diese Wissenslücke schließt die Ausstellung im Bügeleisenhaus, die offiziell zum Tag des offenen Denkmals am 13. Mai eröffnet wird und erst am 2. Advent endet. Besichtigen kann man die kleinen, aber feinen Exponate schon jetzt immer samstags, sonntags und an Feiertagen von 15 bis 18 Uhr.

Bredenscheider Ziegelei

Was da an bedeutsamen Unternehmen von den 1950er Jahren bis heute zutage kommt, ist schon beachtlich. Den Hattinger Kaffee Mayola aus der Rösterei von Olaf Scherff kennt man längst. Dass es aber in der Vergangenheit schon einmal Hattinger Kaffee gab, ist vielen nicht mehr bekannt. Von 1904 bis 1972 gab es den berühmten Kaffee von Hildebrandt. „Die Firma ist dann geschlossen worden, weil es keinen Nachfolger mehr gab. Wie so oft in Hattingen“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins, Lars Friedrich, der leidenschaftlich und kenntnisreich die Exponate erklärte.

Das Schmuckstück der Ausstellung ist natürlich das Kohlestück in Herzform, das der Hauer Otto Käthler fand und behielt. Alle Ausstellungsstücke haben einen eigenen Glaskasten, übersichtlich geordnet nach Jahrzehnten. So wird an die Maschinenbaufirma Normag-Zorga erinnert, die von 1949 bis 1957 rund 37 000 Traktoren in Hattingen fertigte. Auch ein Ziegel ist zu sehen, der an die Bredenscheider Ziegelei der Gewerkschaft Johannessegen erinnert.

Senf und Essig

Dem Thema Kulinarisches ist das Kapitel „Lebensmittel“ gewidmet. In den 1930er Jahren gab es Hattinger Brenzel, doppelt gebacken und ein Pressglas der „Hattinger Senf- und Essigindustrie“. Zu jedem Ausstellungsstück gibt es in ein bis zwei Sätzen kurze und prägnante Informationen. Der neueste Pokal, 2018 verliehen für die beliebte Hattinger Fleischwurst von Fleischermeister Michael Müller, fehlt in der Sammlung genauso wenig wie Huföl und Shampoo für Pferde -- hergestellt von Monika Schumacher.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben