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Amok-Folien an den Schulen: Eine sinnvolle Schutzmaßnahme?

2017 gab es den erste von drei Amok-Fehlalarmen am Hönne-Berufskolleg in Menden: Das Bild zeigt Kräfte des SEK, die über die Straße Hönnenwerth zum Schulgebäude stürmen. Foto, Archiv: Arne Poll

2017 gab es den erste von drei Amok-Fehlalarmen am Hönne-Berufskolleg in Menden: Das Bild zeigt Kräfte des SEK, die über die Straße Hönnenwerth zum Schulgebäude stürmen. Foto, Archiv: Arne Poll

Foto: Arne Poll

An allen Mendener Schulen sollen Amok-Folien geklebt werden, als Wegweiser für Einsatzkräfte der Polizei. Sinnvoller Schutz oder Sicherheitswahn?

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>>> PRO <<<

Vorsicht ist besser als Nachsicht, heißt es so schön. Die Folien dienen der Aufklärung, nicht der Panikmache. Und eben so sollten sich Eltern und Lehrer künftig verhalten: besonnen über Gefahren aufklären, statt Schreckensszenarien auszumalen. Grundschüler mögen das nicht verstehen, aber es ist besser, Eltern erklären ihnen, was ein Amoklauf ist, als dass sie dazu Filmchen im Internet schauen.

Im unwahrscheinlichen Fall, dass es in Menden doch einmal ernst werden sollte, helfen wahrlich keine Aufkleber – und auch keine Amok-Anlage.

Tobias Schürmann

>>> KONTRA <<<

Unsere armen Kinder! Keine Laptops im Schrank, aber Amok-Folien im Fenster. Fürs SEK! Allen Erstklässlern in Menden darf man ab morgen erklären, was ein Amokläufer ist und warum man gerade sie beschützen muss. Die Hysterie um diese Phantomgefahr wurde geschürt durch drei (!) Fehlalarme der untauglichen Anlage am Berufskolleg. Was folgern die Experten? Folien anschaffen! Als sei die Gefahr, die nie bestand, noch gewachsen.

Wenn schon nicht Schützen oder Schausteller: Schützt wenigstens unsere Kinder vor dem Sicherheits- und Absicherungswahn ihrer Beschützer!

Thomas Hagemann

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