Umbau Pferdebachstrasse

Neue Kreisel und die Fahrradbrücke kommen im Paket

An der Westfalenstraße (gelbe Markise) wird ein Kreisel gebaut, ein zweiter an der Zufahrt zum Arbeitsamt. Der Radweg wird am Güterbahnhof entlang ausgebaut, bekommt eine Brücke über die Pferdebachstraße (li.). Die Bushalle von Killer (Aufnahme vom Juli 2016) hinter dem neuen Ärztehaus ist inzwischen fertig.Foto:Blossey

An der Westfalenstraße (gelbe Markise) wird ein Kreisel gebaut, ein zweiter an der Zufahrt zum Arbeitsamt. Der Radweg wird am Güterbahnhof entlang ausgebaut, bekommt eine Brücke über die Pferdebachstraße (li.). Die Bushalle von Killer (Aufnahme vom Juli 2016) hinter dem neuen Ärztehaus ist inzwischen fertig.Foto:Blossey

Witten.   Die Pferdebachstraße wird nach dem Umbau kaum wiederzuerkennen sein. Wittens Stadtbaurat hofft auf einen Baubeginn im Jahr 2018.

Der Umbau der Pferdebachstraße zwischen Ardeystraße und der Leostraße wird ein Neun-Millionen-Euro-Projekt. Ohne Fördermittel wird auch hier nichts laufen. Genau in dieser Frage ist Wittens Stadtbaurat Stefan Rommelfanger aber recht zuversichtlich.

Der Bund hat sich aus der Straßenbauförderung zurückgezogen. Er stellt den Ländern dafür aber zusätzliche, nicht zweckgebundene Steuermittel zur Verfügung, mit denen diese eigene Programm finanzieren können. Er rechne damit, dass NRW sein Landesprogramm „noch vor der Wahl auflegen wird“, sagt Rommelfanger. Gemeint ist die Landtagswahl im Mai. „Und nach heutigem Stand gehe ich davon aus, dass wir da mit der Pferdebachstraße drin sind.“

Pferdebachstraße ist in „extrem schlechtem Zustand“

Zu solchen Geschenken, wenn auch vielleicht Wahl-Geschenken, hat Witten nie nein gesagt. Der Baurat kommentiert das nicht näher, stellt aber klar, dass die Pferdebachstraße für ihn höchste Priorität hat. Sie ist als nächste Großbaumaßnahme an der Reihe. „Sie ist extrem wichtig, verbindet Autobahn und Uni mit der City, ist die Zufahrt zur Stadt, und sie ist einem extrem schlechten Zustand.“

Sollte die Stadt, wie er hofft, vor der Jahresmitte den Förderbescheid bekommen, rechnet Rommelfanger damit, dass es auf der Pferdebachstraße „nicht vor 2018“ richtig losgehen wird. Die Arbeiten müssen noch ausgeschrieben, die Aufträge dann vergeben werden.

Die Ausbauplanung läuft

Die Vorbereitungen sind aber weit fortgeschritten. Auf Basis des städtischen Vorentwurfes hat der Rat den Ausbau beschlossen. Inzwischen läuft die Ausbauplanung, die das Ingenieurbüro BPR in Abstimmung mit Wittens Verkehrsplaner Andreas Müller und dem Tiefbauamt übernimmt.

Das Gesamtprojekt setzt sich aus vier Bauabschnitten zusammen: 1. Pferdebachstraße zwischen Ardeystraße und Bahnübergang. 2. Pferdebachstraße zwischen Bahnübergang und Leostraße. 3. Zusammenführung des Rheinischen Esels. 4. Verbreiterung des Bahnübergangs (Bahn und Stadt).

Brücke und Kreisel werden gleichzeitig gebaut

Schön für die Nutzer des Rheinischen Esels: Der Brückenschlag soll gleichzeitig mit dem Ausbau der Pferdebachstraße erfolgen – der erste Bauabschnitt also gleichzeitig mit dem dritten. „Die Brücke kommt im Paket mit den neuen Kreiseln“, erklärt Andreas Müller.

Ein getrennte Abwicklung wäre unsinnig, denn die Überplanung sieht erhebliche Eingriffe vor: Die Pferdebachstraße wird im Bereich der früheren Eisenbahnbrücke nicht nur tendenziell begradigt – ein flacher Bogen ersetzt die scharfe Kurve. Sie wird auch fast zweieinhalb Meter höher gelegt. Der Verkehr wird künftig über zwei Kreisel geführt – in Höhe Schlachthofstraße/Boni/Arbeitsamt und in Höhe der Westfalenstraße/Evangelisches Krankenhaus. Dabei wird viel Erde bewegt, die Böschung wird auf der einen Seite abgegraben, auf der anderen Seite aufgeschüttet. Deshalb empfiehlt es sich, die neuen Zuwege und Rampen für den Rheinischen Esel gleich mitanzulegen.

Hinzukauf von Grundstücksstreifen

Nach ihrem Gesamtumbau werden die Bürger die Pferdebachstraße kaum wiedererkennen. Durch den Zukauf eines Grundstücksstreifens von ZF bekommt sie vor der Ardeystraße eine weitere Spur, durch „Landgewinn“ vom Ev. Krankenhaus dort einen breiteren Bürgersteig. Zwischen Bahnübergang und Leostraße soll sogar ein zehn Meter breiter Steifen von der Genossenschaft hinzugekauft werden – genügend für Fahrradstreifen und Parkstreifen auf beiden Seiten.

>> Die neue „Esels-Brücke“

Die neue Fahrradbrücke wird 56 m lang – ob es eine Hängebrücke oder Balkenbrücke wird, ist noch offen. Um Höhe zu gewinnen (Lkw!) soll sie einen Bogen über die Straße schlagen.
Voraussichtlich 2017 wird ESW ein noch fehlendes Kanalstück von der Ziegelstraße aus unterirdisch vorantreiben. Die Westfalenstraße (Plan) wird nur auf dem ersten Stück für beide Richtungen geöffnet.

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