Uni-Kampagne

Annen und Stockum auf Ortseingangsschildern verwechselt

Falsches Ortsschild: Nach Überzeugung der Heimatfreunde Stockum/Düren müsste es an der Kreuzung Pferdebachstraße/Liegnitzer Straße nicht „Stadtteil Mitte“, sondern Annen heißen.

Foto: Wolfgang Lippert

Falsches Ortsschild: Nach Überzeugung der Heimatfreunde Stockum/Düren müsste es an der Kreuzung Pferdebachstraße/Liegnitzer Straße nicht „Stadtteil Mitte“, sondern Annen heißen. Foto: Wolfgang Lippert

Witten.   Heimatfreund Wolfgang Lippert traute seinen Augen nicht: Erst blieb der Rahmen fürs Ortseingangsschild leer und dann wurde aus Stockum Annen.

Die Heimatfreunde Stockum/Düren freuen sich darüber, dass auch ihr Ortsteil zur „Universitätsstadt an der Ruhr“ gehört – wie auf den neuen Ortseingangsschildern zu lesen ist – oder zu lesen sein sollte. Denn einige Ortsteilnamen seien vertauscht worden.

Nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Wolfgang Lippert steht ein solches neues Schild am Bebbelsdorf, Haltestelle Stockumer Bahnhof, in Höhe der Einmündung Hörder Straße, mit der Stadtteilangabe „Annen“. Lippert: „Es muss aber Stockum heißen. Denn tatsächlich befindet sich hier der Stadtteil Düren.“

Statt „Mitte“ müsste es „Annen“ heißen

Den zweiten Fehler entdeckten die Heimatfreunde an der Pferdebachstraße/Kreuzung Liegnitzer Straße in Höhe des Gartencenters Dehner. Lippert: „Hier steht ein Schild mit der Angabe Mitte. Hier müsste es heißen ,Stadtteil Annen’.“ Heißt das, das nahe gelegene Gewerbegebiet Wullen gehört auch zu Annen? „Ja“, sagt Lippert, „sogar die Uni.“ Deshalb sei bei der Vorstellung der „Universitätsstadt-an-der-Ruhr“-Kampagne seinerzeit an der Hochschule ein Ortseingangsschild mit „Annen“ präsentiert worden.

Ursprünglich habe es sogar einen Stadtteil Wullen gegeben, weiß der Heimatfreund und Hobbyhistoriker. Lippert: „Das war 1823, als das Urkataster aufgestellt wurde.“ Vor 1870 sei es dann nach Annen eingemeindet worden. Stockum grenze schließlich an Annen. „Nach Annen Zentrum kann man über die Liegnitzer Straße, das Wullener Feld und die Stockumer Straße geradeaus bis zur Schranke Annen fahren.“

Rund die Hälfte der Schilder bisher ausgetauscht

Wie die Schilder-Panne zustande kam, ließ sich am Freitagmittag nicht mehr herausfinden. Das Tiefbauamt war für eine Anfrage der Redaktion nicht mehr erreichbar. Nach Angaben von Klaus Völkel, der die Kampagne für Uni und Stadt koordiniert, sind inzwischen etwa die Hälfte der geplanten 70 neuen Ortsschilder ausgewechselt worden. Die Uni soll damit näher an die Stadt Witten herangeführt werden.

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