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Signal-Haus Siegen keine Option für Philharmonie-Proberaum

as Signal-Haus am Weiß-Flick'schen Grundstück wäre aus Sicht der Arbeitsgruppe Stadtgestalt Siegen gut geeignet für einen Umbau zum Probenhaus der Philharmonie. Ein solches Projekt ist allerdings aufwendig.

Foto: Florian Adam

as Signal-Haus am Weiß-Flick'schen Grundstück wäre aus Sicht der Arbeitsgruppe Stadtgestalt Siegen gut geeignet für einen Umbau zum Probenhaus der Philharmonie. Ein solches Projekt ist allerdings aufwendig. Foto: Florian Adam

Siegen.   Die Arbeitsgruppe Stadtgestalt Siegen macht einen Alternativ-Vorschlag zum Neubau an der Oranienstraße. Die Verwaltung ist allerdings skeptisch.

Eine Nutzung des Signal-Hauses an der Spandauer Straße als Probenhaus für die Philharmonie Südwestfalen hält Siegens Stadtbaurat Henrik Schumann derzeit für wenig realistisch. Die „Arbeitsgruppe Stadtgestalt Siegen“ – ein Zusammenschluss von Architekten und anderen Bauinteressierten – hatte die Immobilie am Rande des Weiß-Flick’schen Grundstücks in einem Offenen Brief an Schumann als Alternative zu einem Neubau an der Oranienstraße (wir berichteten) vorgeschlagen. Ein solches Vorhaben allerdings „wäre wirtschaftlich unverhältnismäßig“, so der Baurat.

Grundstück zwischen Kita und Gymnasium fragwürdig

Der von den Bauherren – einer Stiftung unter Beteiligung der Sparkasse Siegen – vorgelegte Entwurf für ein Gebäude auf der Fläche zwischen dem Gymnasium Am Löhrtor und der Kita an der Oranienstraße sei „nach Abwägung aller Vor- und Nachteile die beste Lösung“, sagt Schumann. Die besonderen Anforderungen, die ein Orchester an einen Probenraum stelle, seien in einer Bestandsimmobilie nur mit hohem Aufwand zu realisieren.

Die Arbeitsgruppe findet den Umzug der Philharmonie aus der Hilchenbacher Schützenhalle, wo sie seit ihrer Gründung zu Hause ist, nach Siegen „eine hervorragende Idee“, wie ihrem Schreiben zu entnehmen ist. Die Verwendung des Grundstücks zwischen Gymnasium und Kita aber findet sie „fragwürdig“, da dort das Außengelände der Kita liegt. „Ist der Kindergarten abgängig oder/und benötigt dieser keine Erweiterungsoption?“, fragt die Gruppe den Baurat. Der hatte bei Vorstellung der Pläne im Stadtentwicklungsausschuss Ende Februar erläutert, dass die Einrichtung eine Ausgleichsfläche hinter ihrem Gebäude erhält.

Chance auf kulturelle Belebung des Umfelds

Skeptisch äußert sich die Arbeitsgruppe über den Entwurf. „Die vorgestellte Architektur wirft bei uns Fragen nach der gestalterischen Qualität auf“, heißt es. Eine Nutzung des „nahezu leerstehenden“ Signal-Hauses eröffne hingegen die Chance für „kulturelle Belebung des Weiß-Flick’schen Grundstücks und einer eventuellen Außengastronomie durch das Haus der Siegerländer Wirtschaft“. „Es gibt Kollegen, die erinnern sich an eine Vision der Stadt Siegen, an diesem Ort ein Theater beziehungsweise Konzerthaus zu planen“, betont die Gruppe. „Wie wäre es, die Idee wieder aufzugreifen?“

„Konstruktive Vorschläge sind immer erwünscht“, sagt Schumann. Die Entscheidungen über das Projekt lägen aber letztlich nicht bei der Stadt, sondern bei der Stiftung, die das Projekt finanziert – wobei die Verwaltung Begleitung anbiete. Nicht zur Diskussion stünden jedwede Varianten, in denen das Weiß-Flick’sche Grundstück – für das eine Umgestaltung und Aufwertung vorgesehen ist – ganz oder teileweise überbaut würde: „Wir werden keine städtische Grünfläche opfern.“

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