SAUBERKEIT

Bezirksvertreter in Sterkrade begrüßen Kotbeutel-Versuch

Ein Kotbeutelspender vom Typ Dog Station. Dieser Typ soll versuchsweise aufgestellt werden.

Foto: Dirk SCHUSTER

Ein Kotbeutelspender vom Typ Dog Station. Dieser Typ soll versuchsweise aufgestellt werden. Foto: Dirk SCHUSTER

oberhausen.  Fünf Beutelspender kommen in den Volkspark Sterkrade. SPD wünscht mehr Standorte. Testphase läuft bis Jahresende

Die Bezirksvertretung Sterkrade begrüßt den Modellversuch der Stadtverwaltung, wonach an ausgewählten öffentlichen Plätzen Spender von Hundekotbeuteln aufgestellt und bis zum Jahresende getestet werden. Allerdings wünschte man sich auch hier, nicht nur eine einzige Fläche dafür auszuwählen.

Erste Fläche in Sterkrade soll der Volkspark sein. Im ganzen Stadtgebiet sind zunächst nur fünf Versuchsstandorte vorgesehen. „Das ist längst überfällig“, erklärte SPD-Sprecher Hubert Cordes. Er hatte noch andere Vorschläge parat: Beethoven- und Fernewaldstraße oder das Alsbachtal. Carola Cremer (CDU) hielt dagegen mehr Kontrollen trotz der Spender für wichtig, um Hundehalter, die ihre Tiere einfach so austreten lassen, möglichst zur Kasse zu bitten. Dem widersprach aber Werner Nowak (parteilos): „Es reicht doch schon, dass die Stadt das entsorgen muss“, fand er.

Der Modellversuch ist deshalb begrenzt, weil dafür zunächst nur 15 000 Euro zur Verfügung stehen. Je Standort sind fünf Beutelspender vorgesehen, insgesamt also 25 Stück. Die Stadtverwaltung hat das Modell „Dog Station“ ausgewählt, weil dabei immer nur ein Kotbeutel gleichzeitig herausziehbar ist. Die Sorge ist groß, dass die Hundehalter sich sonst große Vorräte anlegen würden – und gleich die ganze Rolle abziehen. Denn man hat sich außerdem für den größten Typ von Beutelspendern entschieden. Er fasst 1200 Beutel.

Gedacht ist daran, die Beutelspender regelmäßig dann aufzufüllen, wenn auch die Müllbehälter in der Nähe geleert werden. Jeder Beutel kostet übrigens zwölf Cent. Ein solcher Beutelspender kostet in der Anschaffung 142 Euro. Die Kosten der einfachen Montage beziffert die Stadt mit 60 Euro. Müssen noch Befestigungspfosten dafür gesetzt werden, wird mit 180 Euro je Spender kalkuliert.

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