Volmarstein

Umfrage zeigt: Volmarsteiner leben gern in ihrem Stadtteil

Axel Kähne (Mitte) und Markus Mizgalski (links)

Foto: Privat

Axel Kähne (Mitte) und Markus Mizgalski (links) Foto: Privat

Wetter.  Steak & Eisen geht nach Sprockhövel. Das macht das Einkaufen in Volmarstein nicht leichter. Wie schwer das wiegt, zeigt eine Umfrage der SPD.

Banner an leeren Ladenlokalen verheißen meist nichts Gutes. So auch im Falle von „Steak & Eisen“, das im Dezember vergangenen Jahres zum letzten Mal seine Pforten an der Hauptstraße öffnete.

Differenzen mit der Stadt

Erst im November 2014 hatten die Inhaber Axel Kähne und Markus Mizgalski ihr Fachgeschäft für Grillzubehör und Fleisch eröffnet. Dabei war der Laden über die Jahre durchaus rentabel. Sogar der Umzug in ein größeres Ladenlokal innerhalb von Volmarstein, mit mehr Schaufensterfläche und besserer Einsicht, war geplant. Dennoch entschlossen sich die Grillexperten für die Anmietung eines Objektes in Sprockhövel. Auf Nachfrage gaben die beiden an, dass sie eigentlich gerne in Volmarstein geblieben wären. Differenzen mit der Stadt hinsichtlich der baulichen Entwicklung hätten allerdings den Ausschlag gegeben, sich nach alternativen Standorten umzusehen.

70 Antworten bei 700 Fragebögen

Der Wegzug von Steak & Eisen ergänzt damit das Volmarsteiner Stadtbild um ein weiteres leeres Ladenlokal. Diese besorgniserregende Entwicklung nahm der SPD-Ortsverein zum Anlass, mittels einer Umfrage die Lebenssituation, aber auch die Wünsche der Anwohner und Gewerbetreibenden hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung zu ergründen. Rund 700 Fragebögen wurden an Privatpersonen und Gewerbetreibende verschickt. Die Auswertung der Umfrage läuft noch. Der stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereines Eberhard Fandrey konnte allerdings schon Tendenzen ausmachen. „Es mag nicht überraschend sein, aber den Leuten fehlt es an Einkaufsmöglichkeiten.“

Die Beteiligung an der Umfrage hätte allerdings besser ausfallen können, so Fandrey. „Wir haben insgesamt 70 Antworten auf ungefähr 700 verschickte Umfragen erhalten.“ Damit sei die Umfrage natürlich nicht repräsentativ für die gesamte Anwohnerschaft. Lediglich drei Fragebögen kämen dabei von Gewerbetreibenden. Dabei sei eine komplette Seite des Bogens der Zukunftsperspektive in Volmarstein gewidmet gewesen. „Das ist schon enttäuschend“, räumt der Vize-Vorsitzende ein.

Diskussion ist erwünscht

Die Gesamtergebnisse der Umfrage werden am 22. Februar um 19.30 Uhr im Burghotel Volmarstein präsentiert. Neben Bürgermeister Frank Hasenberg werden Vertreter von ortsansässigen Verbänden und Vereinen anwesend sein. „Jeder Bürger ist herzlich zur Präsentation und zur Diskussion eingeladen“, sagt Fandrey. Es gehe nämlich nicht darum, die Verantwortung für die aktuelle Situation auf Verwaltung oder Gewerbe abzuschieben. „Jeder Einzelne kann dazu beitragen, Volmar­stein wirtschaftlich wieder attraktiver zu gestalten.“ Denn ein Resultat der Umfrage stimme für die Zukunft des Dorfes optimistisch: Die Frage, ob sie gerne in Volmarstein wohnten, beantworteten fast alle Teilnehmer mit einem klaren „Ja!“.

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