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Volksbank erklärt ihren Kunden die Folgen der Zinspolitik

Knackten die halbe Milliarde Euro bei der Bilanzsumme: Die Volksbank-Vorstände Rudolf Hermanns und Michael Vogelsang (v.l.).

Foto: Volker Speckenwirth

Knackten die halbe Milliarde Euro bei der Bilanzsumme: Die Volksbank-Vorstände Rudolf Hermanns und Michael Vogelsang (v.l.). Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.  Bilanzsumme liegt 2016 erstmals über 500 Millionen Euro. Marktberatung ist der Schwerpunkt 2017. Zahl der Mitglieder steigt auf 12 841.

Überdurchschnittliches Wachstum beim Geben und Nehmen markiert das Abschlussergebnis der Volksbank für das Jahr 2016. Mit Steigerungen um 8,4 Prozent bei den Finanzierung von Krediten und 6,1 Prozent bei den Geldeinlagen von Kunden liegen beide Bereiche deutlich im Plus. Unter dem Strich stieg die Bilanzsummer der Volksbank im vergangenen Jahr um rund acht Prozent auf knapp 533 Millionen Euro. „Wir haben unsere Ziele erreicht“, kommentieren die Vorstände Rudolf Hermanns und Michael Vogelsang das Ergebnis.

Was sie noch sagen: Dass es viel zu erklären gebe und der Beratungsbedarf weiter steigen werde. „Das Gespräch mit den Kunden bekommt einen immer hören Stellenwert. Das liegt vor allem an der Verunsicherung, die zurzeit im Markt herrscht“, hat das Führungsduo der Genossenschaftsbank beobachtet.

Niedrigzinsen und Meldewesen bereiten Probleme

Und will reagieren: Im Rahmen eines EDV-gestützten Prozesses werde die Volksbank ihre Mitglieder intensiv und nachhaltig über alle Finanzbereiche informieren. Passgenaue Konzepte sollen dabei herauskommen. „Die Lage ist ja auch kompliziert“, meint Rudolf Hermanns. Die Niedrigzinspolitik der Weltmärkte mache ja nicht nur den Kreditinstituten zu schaffen, sondern auch den Verbrauchern. „Ob bei Krediten oder bei der Geldanlage – man muss alles intensiv abklären.“ Von der Politik fordern die Vorstände in diesem Zusammenhang ein massiveres Auftreten gegen niedrige Zinsen. Hermanns: „Irgendwann ist ein Punkt erreicht, an dem regional operierende Banken wie wir darüber nachdenken müssen, ob wir das Sponsoring vor Ort weiter leisten können. Schließlich müssen auch wir unsere Kosten im Griff behalten und das stetig anwachsende Meldewesen bürdet uns immer mehr Bürokratie auf.“

Mitgliederzahl steigt auf 12 841

Gewachsen ist bei der Volksbank 2016 nicht nur die Bilanzsumme, sondern auch die Zahl der Mitglieder. 12 841 Personen zeichnen inzwischen Anteile an der Genossenschaftsbank, 277 mehr als im Jahr davor. Anlaufstellen sind aktuell 107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sechs Geschäftsstellen. Wobei die Filiale in Welper zum 1. Februar 2017 komplett auf Selbstbedienung umgestellt und die in Herbede ebenfalls im Februar dieses Jahres nach umfangreicher Renovierung in neuer Optik an den Start gebracht wurde (wir berichteten).

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