Landesmeisterschaft

Cheerleader kämpften in Gelsenkirchen um Titel

Ein Mitglied der Senior Jurassics aus Rheine wirbelt durch die Luft. Zur 26. Cheer und Cheerdance Landesmeisterschaft traten in der Halle Schürenkamp in Gelsenkirchen mehrere hundert Tänzer und Tänzerinnen an.

Foto: Martin Möller

Ein Mitglied der Senior Jurassics aus Rheine wirbelt durch die Luft. Zur 26. Cheer und Cheerdance Landesmeisterschaft traten in der Halle Schürenkamp in Gelsenkirchen mehrere hundert Tänzer und Tänzerinnen an. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen  Die 26. NRW-Cheerleading-Landesmeisterschaft geriet in der Halle Schürenkamp in Gelsenkirchen zu einem großen sportlichen Spektakel.

. Schnell geschnittene, rhythmische Fetzen von Rock- und Popmusik dröhnen am Samstag aus der Sportanlage „Am Schürenkamp“, dazwischen frenetisches Klatschen, lautes Anfeuern und herzliches Lachen – die 26. NRW-Cheerleading-Landesmeisterschaften sind wahrlich ein lautstarkes Spektakel.

135 Teams aus dem ganzen Bundesland für 21 verschiedene Kategorien, sprich 1126 Teilnehmer, dazu noch einmal knapp 1000 Zuschauer, das hält den fröhlichen Lärmpegel permanent auf Höchststand. „Es ist ein Wettbewerb, aber trotzdem gibt es hinterher Pokale für alle. Wir wollen hier keine weinenden Kinder sehen“, betont Uwe Mensch. Der Ex-Eishockeyspieler aus Wattenscheid organisiert seit Jahren die Veranstaltung für den Ausrichter „American Football and Cheerleading Verband Nordrhein-Westfalen“.

Eine Werbung für den Sport

„Die Meisterschaften sind Werbung für diesen Sport.“ Cheerleading ist eine Mischung aus Bodenturnen und Akrobatik, weit gefehlt, wer hier nur glitzernde Röckchen und Pompons erwartet. Die kurzen zwei- bis dreiminütigen Vorführungen finden auf einer genormten 12 mal 12 Meter großen Matte statt. „We are here to cheer“, skandiert Lilli aus Bielefeld mit lauter Stimme vor ihrem Auftritt in die Menge. Tausendfaches, aufmunterndes Johlen schallt zurück und spornt die junge Sportlerin zu gekonnten Überschlägen an.

Die Einzelkategorie gehört zum Cheerleading genau wie die Gruppenvorführungen in verschiedenen Formationen. Da gibt es „Double-Dancers“, „Group Stunt Teams“ zu fünft, und „All“-Gruppen in verschiedenen Altersklassen und bis zu 25 Teilnehmern. Was sie vereint? Schicke Team-Kleidung in den Vereinsfarben, Pferdeschwänze mit Schleifen im Haar und vor allem strahlendes Lachen auch bei den wildesten Wurf-und Sprungelementen.

Am Ende ist es der fünfte Platz in ihrer Kategorie

„Was unsere Sportart auszeichnet ist das unbedingte Vertrauen aufeinander“, sagt Janine Nowak. Die sportliche Leiterin der Gelsenkirchener Goldflames weiß, vorauf es beim Cheerleading ankommt. „Verantwortung gehört ebenfalls dazu, wenn nur einer fehlt, kann die ganze Gruppe nicht auftreten. Es gibt keine Ersatzbank“. Sie selbst kommt in einer Fünfer-Gruppe mit Angie, Kira, Chanti und Kim zum Einsatz, zwei Wurfelemente klappen nicht ganz so, am Ende ist es der fünfte Platz in ihrer Kategorie. Hier muss die angehende Kinder-und Jugendtherapeutin die Mitstreiterinnen aufmuntern.

Heiße Rhythmen helfen in der Halle

„Bei den Sportvereinen wie Football, Basketball oder Eishockey sind die Cheerleader Teile des Teams“, erklärt Mensch. Mit den heißen Rhythmen soll nicht die „Defense“ der eigenen Mannschaft unterstützt werden, sondern die „Offense“ des Gegners abgelenkt. Doch längst nicht alle Cheerleader-Vereine sind einem Sportverein angeschlossen, viele sind eigenständig. So wie die „Goldflames“. „Wir sind seit 2011 ein eigener Verein“, sagt Nowak stolz. Die 135 Mitglieder trainieren in unterschiedlichen Gruppen bis zu dreimal die Woche. Mit Erfolg, von den 21 ausgelobten Landesmeistertitel holen sie zwei.

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