Schulsanierung

Turnhalle der Stiftsschule ist seit Monaten gesperrt

Aus der Sporthalle der Stiftsschule in Stadtwald wurden im Januar erste Dinge entfernt. Die Halle bleibt aber weiterhin gesperrt.

Foto: Ulrich von Born

Aus der Sporthalle der Stiftsschule in Stadtwald wurden im Januar erste Dinge entfernt. Die Halle bleibt aber weiterhin gesperrt. Foto: Ulrich von Born

Essen-Stadtwald.   Seit 2016 können Kinder der Stifts- und Ardeyschule nur unter erschwerten Bedingungen Sport treiben. Eltern fühlen sich schlecht informiert.

Seit Sommer 2016 ist die Turnhalle der Stiftsschule gesperrt. Ein Wasserschaden hatte zur Schimmelbildung unter dem Hallenboden geführt. Ende Januar sei die Halle nun teilweise entkernt worden. Was genau entfernt wurde, wissen weder Schulleiterin Ulrike Nolte noch die Vorsitzenden von Schulpflegschaft und Förderverein. Auch wann und wie die Sanierung der Halle erfolgen solle, sei nicht bekannt. „Wir fühlen uns einfach schlecht informiert“, erklärt die Schulpflegschaftsvorsitzende Ambra Stachow.

Sorgen macht den Verantwortlichen auch das „sehr langsame Tempo“. „Wenn man bedenkt, wie lange die Turnhalle schon gesperrt ist und dass erst jetzt die ersten Sachen ausgeräumt wurden, lässt das befürchten, dass auch die weiteren Arbeiten noch lange auf sich warten lassen werden“, so Stachow, die den „ganzen Prozess als unglaublich langwierig“ empfindet. Ihr Sohn werde im Sommer auf der Stiftsschule eingeschult. „Mal sehen, wann er Sportunterricht in der sanierten Halle haben wird.“

450 Unterschriften für mehr Transparenz gesammelt

Auch der Fördervereinsvorsitzende Wolfgang Nestel befürchtet ein Projekt „Schule 2020“, obwohl die eigentlichen Arbeiten bisher nur wenige Tage gedauert hätten. Ihm gehe es vor allem um Informationen, die er in dieser Angelegenheit vermisse. Mehr Transparenz und eine Instandsetzung der Turnhalle, die auch von der Ardeyschule genutzt wird, spätestens bis zum Schuljahresbeginn 2017/18 fordern auch die rund 450 Unterzeichner der Unterschriftenlisten, die die Elternvertreter ausgelegt hatten.

Die Pflegschaftsvorsitzende der Stiftsschule habe bereits um einen Termin beim Oberbürgermeister gebeten, um die Unterschriften zu übergeben. Man hoffe auf die Unterstützung der Politiker. In den letzten Wochen hätten sich weitere Fragen ergeben, sagt Stachow. Zum Beispiel nach dem Ergebnis der zweiten Schadstoffmessung, die offenbar im Februar durchgeführt worden sei.

Schüler weichen in die Halle der Gesamtschule Süd aus

Gerade für Grundschüler sei Sport wichtig, erklärt Schulleiterin Ulrike Nolte. „Es ist wichtig, dass sich die Kinder täglich bewegen. Deshalb teilen wir die Wochenstunden Sport extra in drei Einzelstunden auf“, so Nolte.

Da man aktuell aber auf die Turnhalle der Gesamtschule Süd oder das Regattahaus am Baldeneysee ausweichen müsse, sei das kaum möglich. „Wenn man den Weg berechnet, lohnt sich eine Einzelstunde kaum“, so die Schulleiterin. Die Spielstunden verlege man in die Pausenhalle und freue sich auf die warme Jahreszeit, wenn man sich wieder draußen bewegen könne.

Die Stadt konnte auf Nachfrage gestern keine Informationen zum Stand der Planungen liefern, will diese aber nachreichen.

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