Senioren

Tagesstätte Margarethenhof sucht Ehrenamtliche

Der Helferkreis unter der Leitung von Hildegard Bamberger (r.) trifft sich einmal in der Woche, um das Programm zu besprechen.

Foto: Knut Vahlensieck

Der Helferkreis unter der Leitung von Hildegard Bamberger (r.) trifft sich einmal in der Woche, um das Programm zu besprechen. Foto: Knut Vahlensieck

Essen-Margarethenhöhe.   Die Tagesstätte auf der Margarethenhöhe bietet Freizeitaktivitäten für Senioren und Alleinstehende an. Die Stiftung unterstützt die Angebote.

Dass auf der Margarethenhöhe eine familiäre Atmosphäre herrscht, wissen viele Bewohner zu schätzen. Dass es aber mit dem Margarethenhof an der Wortbergrode 4 einen Treffpunkt für ältere oder alleinstehende Menschen mitten im Stadtteil gibt, ist vielen nicht bekannt. „Wir suchen neue Helfer, aber auch weitere Teilnehmer für unsere Angebote“, erklärt Hildegard Bamberger, die die Angebote seit knapp zwei Jahren ehrenamtlich koordiniert. Damit hat die 80-Jährige eine anspruchsvolle Aufgabe übernommen.

Seit 16 Jahren lebt Hildegard Bamberger auf der Margarethenhöhe. Als ihr Vorgänger sein Amt krankheitsbedingt aufgeben musste, sei man auf sie zugekommen. „Ich hatte bis dahin nur an den Angeboten teilgenommen, wollte gar keine Leitungsfunktion übernehmen, habe mich dann aber doch überreden lassen“, blickt Hildegard Bamberger zurück. Die Tagesstätte Margarethenhof ist eine Einrichtung der Margarethe-Krupp-Stiftung (MKS). „Wir halten uns aber aus den organisatorischen Dingen heraus, stellen nur die Räume zur Verfügung und unterstützen die Angebote natürlich“, erklärt Michael Flachmann, Vorstand der MKS.

Stiftung sponsert den jährlichen Tagesausflug

Die Ehrenamtlichen treffen sich jeden Dienstag im Margarethenhof, um sich auszutauschen und die Angebote zu koordinieren. Die Stiftung sponsert einmal im Jahr einen Tagesausflug des Helferkreises als Dankeschön. In diesem Jahr geht es nach Kevelaer. Hildegard Bamberger und ihre Helferinnen bereiten den Ausflug vor. Busfahrt und Verpflegung zahlt die Stiftung.

Der Margarethenhof wurde schon 1985 unter dem Namen „Haus der Begegnung“ errichtet. Das dahinter liegende Wohnhaus mit 43 Ein- bis Vier-Raum-Appartements für Alleinstehende, Paare oder Familien gibt es bereits seit 1958. „Dort wurde schon damals Mehrgenerationen-Wohnen praktiziert, was derzeit ja sehr aktuell ist“, sagt Michael Flachmann.

Für einen Tanzkurs fehlt derzeit die Leiterin

Bis heute treffen sich die meist älteren Frauen und einige wenige Männer fast täglich zu unterschiedlichen Aktivitäten wie Singen oder Spielen. Freitags steht Englisch auf dem Programm. „Den Tanzkurs gibt es leider nicht mehr. Wenn sich eine Leiterin finden würde, könnte man ihn wiederbeleben. Die Teilnehmerinnen hatten wohl immer viel Spaß“, sagt Hildegard Bamberger, die für den Helferkreis bereits fünf neue Mitglieder gewinnen konnte.

Die Besucher des Margarethenhofs sind zwischen Ende 50 und 97 Jahre alt. „Unsere älteste Teilnehmerin bedient sogar noch mit“, betont Hildegard Bamberger, die bei den Treffen auch gern Texte vorliest und die Teilnehmer darüber diskutieren lässt. Früher habe sie im Kindergarten vorgelesen, dieses aber für ihr neues Ehrenamt aufgegeben.

Geöffnet ist der Margarethenhof von Montag bis Mittwoch und Freitag von 15 bis 17 Uhr. Info: 710622

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