Elterninitiative

Abrissarbeiten bereiten Bau des neuen Elternhauses vor

Auf der Baustelle an der Kaulbachstraße zeigen Thomas Glup und Peter Hennig, wie das neue Elternhaus später aussehen soll.

Foto: Socrates Tassos

Auf der Baustelle an der Kaulbachstraße zeigen Thomas Glup und Peter Hennig, wie das neue Elternhaus später aussehen soll. Foto: Socrates Tassos

Essen-Holsterhausen.   Leerstehendes Eckhaus an der Steinhausenstraße wird abgerissen. Hochbau soll im Mai beginnen. Komplizierter Abbruch belastet die Nachbarn.

Der Abriss des Eckhauses Kaulbach-/Steinhausenstraße hat begonnen. Auf dem Grundstück wird die Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder ein weiteres Elternhaus angrenzend an ihre schon bestehenden beiden Gästehäuser bauen. Dort können Angehörige wohnen, während ihre Kinder im Klinikum behandelt werden.

„Der Abbruch ist mit viel Lärm und Dreck verbunden. Zudem fällt durch die Sperrung eine Spur auf der Kaulbachstraße weg und die Steinhausenstraße ist komplett dicht. Das kostet auch Parkplätze“, weiß Peter Hennig, Vorsitzender der Elterninitiative, um die Belastung der Nachbarn.

Erschwerend kämen der Umbau der Haltestelle Klinikum, der geplante Abriss der Kirche St. Stephanus und die Umgestaltung der Kaulbachstraße hinzu. Das Eckhaus, das jetzt fällt, beherbergte früher eine Imbissstube. Der Abriss soll vier Wochen dauern. Er sei kompliziert, weil das Haus mit den Nachbargebäuden verbunden sei und sich die Giebelwände teile. Die müssten erst gesichert werden, bevor das Gebäude von oben nach unten langsam mit Presslufthammer und Baggerschere abgetragen werden könne.

Derzeit geht es um die Materialauswahl

Durch die schwierigen Abbrucharbeiten werde sich die Investitionssumme wohl auf knapp zwei Millionen Euro erhöhen, so Hennig. Rund die Hälfte habe man schon zusammen, suche weiter dringend Sponsoren. „Am besten wäre es, wenn wir am Tag der Eröffnung sagen könnten, dass alles bezahlt ist.“ Notfalls werde der Rest über ein Darlehen finanziert.

Die neuen 13 Appartements mit 28 Betten sollen im August/September 2018 bezogen werden. Sobald der Abbruch erfolgt ist, werde der Schutt, der sich jetzt unten im Gebäude sammelt, entsorgt und die Baugrube hergerichtet, was noch einmal ein bis zwei Wochen dauern werde. „Auch dabei müssen die Giebelwände noch mal mit Beton stabilisiert werden, damit die Nachbarhäuser nicht in Bewegung geraten“, erklärt Hennig. Baubeginn soll spätestens Ende Mai sein. Das nach oben hin breiter werdende Erker-Gebäude wird unter ökologischen Gesichtspunkten – mit dicken Wänden, aber ohne Styropor – errichtet und soll voraussichtlich in Grün/Türkis gestaltet werden. Derzeit gehe es um die Materialauswahl für den Boden und andere Bereiche des Hauses.

Schauspieler hat schon 10 000 Euro gesammelt

Unterstützung erhält die Elterninitiative seit einem Jahr von Thomas Glup. Der Stadtmitarbeiter, Entertainer und Schauspieler am Rathaus-Theater war schnell bereit, die Patenschaft zu übernehmen, als Peter Hennig ihn ansprach. „Wir waren schon mal vor rund 20 Jahren in Kontakt gekommen, als wir für meine Cousine einen Knochenmark-Spender suchten“, erinnert sich Glup. Damals wurden in einer Spontanaktion über 1700 Spender gefunden. „Die Typisierung musste aber natürlich bezahlt werden, da hat die Elterninitiative geholfen.“

Für Glups Cousine kam die Aktion damals zu spät, sie starb mit 13. „Aber ich denke, wir konnten durch die Aktion am Ende anderen Menschen helfen“, blickt Thomas Glup zurück, der seit 25 Jahren auch Pate des Seehospizes auf Norderney ist. Glup informiert als Schirmherr der Elterninitiative bei Aufführungen und seinen besonderen Stadtführungen und sammelt Geld. Im vergangenen Jahr seien so schon 10 000 Euro zusammengekommen, die Glup selbst noch einmal um 6000 Euro aufstockte.

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