Grüne Hauptstadt

Rellinghausen bekommt für 52 000 Euro eine grüne Mitte

Bei einem Ortstermin wurden die Pläne für das Gelände an der Freitreppe in Rellinghausen final in trockene Tücher gebracht.

Foto: Christof Köpsel

Bei einem Ortstermin wurden die Pläne für das Gelände an der Freitreppe in Rellinghausen final in trockene Tücher gebracht. Foto: Christof Köpsel

Essen-Rellinghausen.   Das Gelände rund um die Freitreppe wird für rund 52 000 Euro in einen Treffpunkt verwandelt. Die Treppe selbst wird nur notdürftig geflickt.

Noch beherrschen ungepflegte und karge Grünflächen, ein graues Trafohäuschen und bemooste Wege das Bild rund um die denkmalgeschützte Freitreppe, die zur evangelischen Kirche Rellinghausen führt.

Bis Ende Mai aber soll sich das Gelände zwischen Ober- und Frankenstraße in eine grüne Visitenkarte für den gesamten Stadtteil verwandeln. Das haben Vertreter der Bezirksvertretung und der Grünen Hauptstadt gestern bei einem Ortstermin fest gezurrt. Rund 52 000 Euro kostet die grüne Oase, die das Stadtteilparlament als Leuchtturmprojekt verstanden wissen will.

Ein großes statt vieler kleiner Projekte

„Wir hätten die 25 000 Euro, die uns als Bezirksvertretung aus Mitteln der Grünen Hauptstadt zur Verfügung standen, auch zur Umsetzung vieler kleiner Ideen nutzen können. Wir haben uns aber bewusst entschieden, hier ein Projekt mit Strahlkraft für den gesamten Stadtteil zu schaffen“, erklärt Grünen-Politikerin Irmgard Krusenbaum. Gerade in Rellinghausen mangele es an attraktivem Freiraum, den Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen nutzen könnten.

Sie alle sollen bald profitieren: Neben einem Spielbereich für Kleinkinder sind Kletter- und Balancieranlagen sowie viele Sitzgelegenheiten geplant, die im Böschungsbereich und auf den Kantensteinen geschaffen werden sollen. Außerdem sollen die Betonplatten entfernt und durch Rasen sowie weißen Kalksplitt ersetzt werden. Nicht zuletzt ist geplant, das Trafohäuschen mit Rankpflanzen zu begrünen. In zwei Wochen soll die Sanierung losgehen.

Evangelische Kirchengemeinde brachte Idee ein

Einzig die 1935 errichtete Freitreppe wird dabei vorerst nur notdürftig geflickt – zum Bedauern von Andrea Richter, Mitarbeiterin beim städtischen Amt für Denkmalpflege: „Der Zustand der Treppe ist desolat, die Fugen müssten dringend saniert werden“, appellierte sie. Die komplette Sanierung der Treppe war allerdings aus Kostengründenverworfen worden. „Große Lücken in der Fassade werden aber aufgefüllt, außerdem soll sie einen Handlauf erhalten“, sagte Peter Lankes von der SPD. Über eine Sanierung müsse man zu einem späteren Zeitpunkt nachdenken. Für das Grüne Hauptstadtprojekt habe man sich vor allem auf die Gestaltung der Aufenthaltsflächen konzentrieren wollen.

Die Idee war von der evangelischen Kirchengemeinde eingebracht worden, die gleichzeitig zusicherte, sich in die Pflege und Gestaltung der grünen Oase mit einzubringen. Andere Ideen von Bürgern aus dem Bezirk II hätten häufig nicht realisiert werden können, weil die Stadt nicht Eigentümerin der betroffenen Gelände ist. „Das war aber eine Grundvoraussetzung“, erklärt Krusenbaum, die zuversichtlich ist, dass die neue, grüne Oase von den Rellinghausern angenommen wird: „Die Ecke hier hat jede Menge Potenzial.“

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