Kirche und Mensch

Papst Franziskus segnet spontan Essener Baby Jonas

Der kleine Jonas mit dem großen Papst Franziskus.

Foto: Christof Köpsel

Der kleine Jonas mit dem großen Papst Franziskus. Foto: Christof Köpsel

Essen.  Beim Besuch in Rom segnet Papst Franziskus Baby Jonas unter dem Jubel von tausenden Gläubigen. Danach wird der Kleine zum begehrten Fotomotiv.

Dafür, dass Jonas Lauerer jetzt ein kleiner Star ist, ist der kleine Borbecker ein ziemlich entspannter Bursche. „Er schläft wie vorher. Er schreit wie vorher. Und er macht in die Windeln wie vorher“, sagt Mama Anna und lächelt verschmitzt. Der Kleine macht, was man als sieben Monate altes Baby so macht, sogar dann, wenn man wie Jonas beim Kurzurlaub der Eltern in Rom spontan wie überraschend von Papst Franziskus auf den Arm genommen und gesegnet wurde. Seitdem sind Fotos mit ihm äußerst begehrt.

Zur Überraschung auf dem Petersplatz in Rom kam es durch eine andere Überraschung. Wolfgang Petri, Vater von Anna Lauerer, engagiert sich seit genau 50 Jahren in der Borbecker Jugendarbeit. Zu diesem besonderen Jubiläum hatten seine Kinder Anna, Alexander und Lara den 69-Jährigen nach Rom eingeladen. Vier Tage in der ewigen Stadt samt Besuch auf dem Petersplatz, auf dem jeden Mittwoch Papst Franziskus, sofern er in Rom ist, eine mobile Audienz abhält. „Wir waren früh am Morgen da und hatten Plätze in der ersten Reihe, gleich am Gitter“, erklärt Anna Lauerer. Sie hatte Sohn Jonas in einer Trage dabei und kam mit einem Polizisten vor dem Gitter ins Gespräch. „Irgendwann fragte er, ob der Papst Jonas nicht segnen solle“, beschreibt die 32-Jährige. Die Katholikin überlegte kurz und nickte dann: „Beim Papst ist er ja in guten Händen. Und ich bekomme ihn auch garantiert zurück.“

Die Gläubigen jubeln - Anna und Jonas bleiben cool

Als Minuten später das weiße Papst-Mobil samt Papst und einem Dutzend Sicherheitsleuten um die Ecke biegt, kocht die Stimmung am Gitter über. Die Gläubigen jubeln und kreischen, einige brechen in Ekstase zusammen. Anna und Jonas bleiben cool. Als das Mobil wenige Meter entfernt stehen bleibt, nimmt ein glatzköpfiger Leibwächter der Borbeckerin ihr Baby aus der Hand. Und reicht das kleine Paket im dunkelblauen Overall und mit hellblauer Mütze Franziskus an.

Beobachtet und bejubelt von tausenden Gläubigen klopft der Papst dem kleinen Borbecker zwei Mal auf den Kopf, küsst dann dessen linke Wange und klopft ihm lächelnd noch zwei Mal auf den Kopf. „Ganz warmherzig und freundlich“, schwärmt die Mama. Sekunden später liegt der soeben Gesegnete wieder in ihren Armen. Und das nächste Spektakel beginnt. „Jonas war der Erste, der an diesem Tag gesegnet wurde. Alle um uns herum wollten ihn anfassen und Fotos mit ihm machen. Auch das hat er entspannt mitgemacht“, erinnert sich die Mama. „So entspannt, wie es bei uns zu Hause ist, wenn er nicht müde oder hungrig ist.“ Das hat sich, ebenso wie das Schreien und das in die Windeln machen, seit der Segnung auch nicht geändert.

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