Grüne Hauptstadt

Nach Pfingstorkan Ela schlagen Tausende neue Bäume Wurzeln

Eine neue Weide für den Essener Stadtgarten: die Baumspender Ulrich und Birgit Braun (Van-Eupen -Stiftung) mit Grün & Gruga-Chef Hans-Joachim Augustin.

Foto: Kerstin Kokoska

Eine neue Weide für den Essener Stadtgarten: die Baumspender Ulrich und Birgit Braun (Van-Eupen -Stiftung) mit Grün & Gruga-Chef Hans-Joachim Augustin. Foto: Kerstin Kokoska

Essen.   Spender wie die Van-Eupen-Stiftung helfen, die Grüne Hauptstadt Essen noch grüner zu machen.

So wird die Grüne Hauptstadt Essen noch grüner: Dank einer Spende der Van-Eupen-Umweltstiftung konnten am Freitag im Stadtgarten neun Bäume gepflanzt werden.

Grün & Gruga-Chef Hans-Joachim Augustin bedankte sich Ulrich und Birgit Braun vom Vorstand der Stiftung.

Die Standorte für die zwei Magnolien, einen Urweltmammutbaum, einen Spitz-Ahorn, eine Platane, drei US-amerikanische Amberbäume und eine Trauerweide wurden sorgfältig ausgesucht. Damit die Neulinge im Stadtgarten einen guten Start erwischen, sichert die Stiftung zu, die frische Bepflanzung im ersten Jahr pflegen zu wollen.

Ela: 20.000 zerstörte Bäume außerhalb des Waldes

Es ist nicht die erste Baumspende der Umweltstiftung: Schon 2016 hat sie am Grillo-Theater zwei große Zypressen nachgepflanzt und dazu die teilweise zerstörten Taxusbüsche ausgetauscht. Auch in den Jahren zuvor hat sie sich an etwa 50 Begrünungs-Projekten im Stadtgebiet beteiligt. Beispiele dafür sind der Bürgerpark Haarzopf, der Domhof, Grünanlagen an der Philharmonie sowie Grün auf Schulhöfen und Straßenbegleitgrün.

Die aktuellen Baumspenden tragen auch dazu bei, die schlimmen Auswirkungen des Pfingstorkans Ela am 9. und 10. Juni 2014 zu lindern. Über Nacht ist der Baumbestand in Essen damals stark dezimiert worden. Fast 20 000 umgestürzte oder stark geschädigte Bäume allein außerhalb des Waldes, abgeknickte Äste, herausgedrehte und gesplitterte Kronen waren die Folge.

So viele Bäume wurden in Essen nach Ela gepflanzt

Unmittelbar nach Ela packten Heerscharen von Freiwilligen mit an, um die Schäden zu beseitigen. Und rasch wurde neu gepflanzt. Im dritten Jahr nach Ela wartet Grün und Gruga mit beeindruckenden Zahlen auf. Allein zwischen Herbst 2015 und Frühjahr 2016 hatte Grün und Gruga schon rund 2000 Bäume nachgepflanzt.

Im Winter 2016/2017 wurden 378 Bäume aus der Risikobaumfällung 2016 und der Akutschadenbeseiti-gung Ela 2014 nachgepflanzt, weitere 600 Bäume wurden dann für die Frühjahrspflanzung 2017 ausge-schrieben, die bis etwa April in den Boden kommen.

Damit wurden je Pflanzperiode in den zurückliegenden Jahren zwischen 1500 bis 2000 Bäume nachgepflanzt. Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnitt vor Ela lag bei etwa 400 Bäumen pro Jahr.

Zusätzlich konnten seit Ela durch Spenden etwa 850 weitere Bäume in Essener Parkanlagen ausgebracht werden, 250 davon allein im Grugapark. Zu den Baumspendern zählen auch Zeitungsleser und Unternehmen. Für die Aktion „WAZ pflanzt Bäume“ spendeten sie eine Viertelmillion Euro, damit auch Essen grüner gemacht werden konnte.

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