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Diese Künstler spielen beim Klavier-Festival Ruhr in Essen

Der österreichische Pianist Alfred Brendel (86) ist gern gesehener Gast des Klavier-Festivals Ruhr.   

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Der österreichische Pianist Alfred Brendel (86) ist gern gesehener Gast des Klavier-Festivals Ruhr.  Foto: Veranstalter

Essen.   Von Gershwin bis Philip Glass – amerikanische Musik steht 2017 im Mittelpunkt des Klavier-Festivals Ruhr. Zwölf Konzerte locken nach Essen.

Als sich Franz Xaver Ohnesorg, Intendant des Klavierfestivals Ruhr, dazu entschloss, der 29. Ausgabe des Festivals den Titel „The Americas“ zu geben, konnte er noch nicht ahnen, wie aktuell das Thema sein wird. „Meine Intention war es, der Musik Nord- und Südamerikas, die ich sehr verehre, zu huldigen.“ Dann kam Trump und aus dem Thema wurde auch eine Botschaft: „Wir möchten zeigen, dass Amerika mehr ist als diese politischen Nachrichten.“ Nämlich die Heimat von so großartigen Komponisten wie George Gershwin, Elliott Carter, Aaron Copland oder Philip Glass.

Philip Glass auf Zollverein

Letzterer feierte in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag und wird am Mittwoch, 12. Juli, auf Zollverein erwartet. In Halle 12 des Weltkulturerbes werden die Japanerin Maki Namekawa und der Amerikaner Dennis Russell Davies das von Glass eigens für sie komponierte Stück „Four movements for two Pianos“ in Anwesenheit des Komponisten uraufführen.

„Leider ist das Konzert bereits ausverkauft“, so Ohnesorg. Wer die beiden Pianisten dennoch erleben möchte, kann das einen Tag vorher, am 11. Juli, 20 Uhr, ebenfalls auf Zollverein tun: Dann spielt das kongeniale Duo, das längst zu den Stammgästen des Klavierfestivals zählt, Stücke von Leonard Bernstein, Aaron Copland, Henry Cowell, John Adams und William Bolcom.

Jazzig ist auch der Start des Festivals in Essen: Los geht es am 10. Mai, 20 Uhr, in der Aula der Folkwang Universität. Dort erinnert die Pianistin Tamara Stefanovich u.a. an Elliott Carter, einen der Doyen der amerikanischen Avantgarde. Zwei kubanische Schwergewichte treffen am 31. Mai, 20 Uhr, in der Philharmonie aufeinander: Hilario Durán und Chucho Valdés treten gemeinsam mit der WDR Big Band auf. Zu hören ist eine Uraufführung einer Komposition von Hilario Durán.

Entertainer Chilly Gonzales in der Philharmonie

Spannend geht es weiter: So wird das musikalische Allround-Genie Chilly Gonzales am 8. Juni, 20 Uhr, in der Philharmonie auftreten und eigene Kompositionen zum Besten geben. Dahinter verbirgt sich der Kanadier Jason Beck, der mal Pianist, mal Rapper, mal Sänger und Entertainer ist und gerne im Morgenmantel auftritt. „Chilly Gonzales hat eine hinreißende Bühnenpräsenz“, freut sich Ohnesorg und hofft auf ein junges Publikum.

Das soll auch am 9. Juni, 20 Uhr, in die Mischanlage der Kokerei auf Zollverein kommen: Dort wird Francesco Tristano gemeinsam mit den DJs Ryan Crosson aus Detroit und P41 aus Rom ein „Piano Clubbing“ inszenieren. „Das fängt an mit Klassik und endet auf dem Dance Floor“, verspricht Ohnesorg.

Jazzpiano-Wunderkind Joey Alexander im Grillo

Neu dabei ist in diesem Jahr das Jazzpiano-Wunderkind Joey Alexander: Der 13-jährige Indonesier tritt am 15. Juli um 20 Uhr im Grillo Theater auf. Und ein „alter Bekannter“ wird im Museum Folkwang erwartet: Der 86-jährige Pianist Alfred Brendel wird dort am 7. Juni, 20 Uhr, aus seinem Leben plaudern. „Und sich hoffentlich auch noch mal ans Klavier setzen.“

>> INFOS ZU WEITEREN KONZERTEN UND KARTEN

Klavier-Festival in der Philharmonie: Rafael Blechacz, 21. Juni, Werke von Bach, Beethoven und Chopin. Rudolf Buchbinder, 3. Juli, Werke von Beethoven. Hélène Grimaud und Jan Vogler, 10. Juli, Werke von Debussy, Brahms, Schumann und Schostakowitsch.

Weitere Infos und Karten auf www.klavierfestival.de

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