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60 Wohnungen ersetzen altes Straßenbauamt in Rüttenscheid

Das 4700 Quadratmeter große Gelände soll noch in diesem Jahr mit drei Mehrfamilienhäusern bebaut werden, die Platz für 60 Wohnungen bieten.

Foto: Herbert Höltgen

Das 4700 Quadratmeter große Gelände soll noch in diesem Jahr mit drei Mehrfamilienhäusern bebaut werden, die Platz für 60 Wohnungen bieten. Foto: Herbert Höltgen

Essen-Rüttenscheid.   Neben der alten PH wird auch die benachbarte Fläche des früheren Amts-Hochhauses bebaut. 20 Millionen Euro nimmt der Kölner Investor in die Hand.

Neben dem Brachland der alten Pädagogischen Hochschule wird auch die Fläche des ehemaligen Rheinischen Straßenbauamts weiter entwickelt. Das alte Hochhaus war im vergangenen Jahr abgerissen worden. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW hatte das Gebäude zuvor an die Kölner Entwicklungsgesellschaft Artemis verkauft. Die hat gestern erste Pläne für das 4700 Quadratmeter große Gelände bekannt gegeben.

Demnach plant das Unternehmen den Bau von drei Mehrfamilienhäusern mit insgesamt rund 60 Wohnungen. Davon sollen 23 als öffentlich geförderte Mietwohnungen gebaut werden. Ob die übrigen Wohnungen als Eigentum verkauft oder aber vermietet werden, sei noch unklar: „Im derzeitigen Planungsstadium wissen wir das noch nicht“, sagte Jasmin Kollatsch, Geschäftsführerin bei Artemis. Das Unternehmen will im Juni den Bauantrag einreichen. Danach hofft Artemis, noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen zu können.

Häuser bekommen vier Etagen und ein Staffelgeschoss

Die Mehrfamilienhäuser wachsen dabei nicht so stark in die Höhe wie ihr Vorgänger: So sind bislang vier Etagen sowie ein zusätzliches Staffelgeschoss geplant. Die Gebäude sollen etwas zurückgesetzt an der Ecke Wittenberg-/Henri-Dunant-Straße entstehen.

Die Nutzung als Wohnraum sei von vornherein unstrittig gewesen: „Da die Nachfrage nach Wohnraum in diesem zentralen Stadtteil hoch ist, war früh klar, dass an dieser Stelle keine neuen Gewerbeflächen, sondern Wohnungen entstehen sollen“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

In jedem der drei Gebäude werden voraussichtlich 20 Wohnungen untergebracht. Da der Bauantrag aber noch nicht eingereicht worden sei, könne noch keine konkrete Wohnungsanzahl genannt werden. Auch die Grundrisspläne seien noch nicht final abgesteckt. Fest steht aber bereits. dass dem rund um die Henri-Dunant-Straße herrschenden Park-Problem mit zwei Tiefgaragen beigekommen werden soll. Das dritte Haus erhält 18 Carports zum Unterstellen der Pkw. Die Carports sollen dabei ebenso begrünt werden wie die Häuser. Artemis betont das „grüne Umfeld“: Demnach sind auch Baumpflanzungen vorgesehen.

Gebäude werden an neuen Radweg angeschlossen

Zudem sollen die neuen Wohngebäude direkt an die geplante Radtrasse auf dem Rommenhöller Gleis angebunden werden, die im weiteren Verlauf auf die Gruga-Trasse und den Ruhrtalradweg führt. Das Rommenhöller-Gleis soll mit Fördermitteln aus dem Programm „Wege zum Wasser“ finanziert werden. Das hat die Stadt gemeinsam mit dem Bebauungsplan für die benachbarte Fläche der ehemaligen Pädagogischen Hochschule bekannt gegeben.

Das ehemalige Bürogebäude des Rheinischen Straßenbauamtes war 2011 leer gezogen worden. Das Haus war zuletzt auch als Übergangsunterkunft für Flüchtlinge geprüft worden. Diese Überlegungen wurden aber wieder verworfen, da der Aufwand für Umbau und Sanierung zu groß gewesen wäre.

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