Gesundheitsmesse

Bei der Gesundheitsmesse Ruhr wurde mancher spontan geheilt

Zur Muskel-Stimulation bei Parkinson-Erkrankten und als Spielgerät für Kinder: Marianne Friedriszik (l.) von der Parkinson-Selbsthilfe Moers trainiert mit Jana  (8) mit „Smoveys“. Die grünen Ringe sind mit Metallkugeln gefüllt.

Foto: Tanja Pickartz

Zur Muskel-Stimulation bei Parkinson-Erkrankten und als Spielgerät für Kinder: Marianne Friedriszik (l.) von der Parkinson-Selbsthilfe Moers trainiert mit Jana (8) mit „Smoveys“. Die grünen Ringe sind mit Metallkugeln gefüllt. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Veranstalter Frank Oberpichler ist zufrieden: 6000 Besucher kamen am Wochenende zur Gesundheitsmesse im City-Palais – auch aus Nachbarstädten.

Der Ellenbogen kreist über den Nacken der von neugierigen Zuschauern umringten Frau im City-Palais. Sie fängt an zu schwitzen. Mit drei Fingerspitzen massiert der muskulöse Physiotherapeut Jörg Anders die zuvor intensiv durchgeknetete Partie in der Nähe der Wirbelsäule, ein schneller Handgriff folgt – „Zack, da ist die Blockade weg“, sagt Anders.

Hören als wichtiges Thema

Bei der Gesundheitsmesse Ruhr am vergangenen Wochenende behandelt der 37-Jährige rund 400 Spontan-Patienten kostenlos. 35 Aussteller und 16 Vereine präsentierten alles rund um Gesundheit, Wellness und Ernährung. Messe-Veranstalter Frank Oberpichler durfte wieder mehr Besucher begrüßen. Etwa 6000 Menschen schlenderten durch die zweite Etage des City-Palais‘, informierten sich oder nahmen Angebote wie die Gratis-Blutdruckmessungen in Anspruch.

Werner Barkhofen ist für die Gesundheitsmesse extra aus Essen angereist: „Ich habe einen Diabetes-Test machen lassen, ist aber alles gut“, sagt der 66-Jährige, dessen Frau gerade auf den Stuhl von Physiotherapeut Anders klettert. „Hat mich einfach interessiert, was hier so los ist. Dass man umsonst Tests machen lassen, ist klasse“, findet Barkhoven und ist vor allem von der „Hörwelt“ begeistert. „Ein großer Teil unsere Fläche teilen sich vier Aussteller aus der Hörwelt, die unterschiedliche Leistungen zum Thema Hören anbieten. Normalerweise stehen diese ja in Konkurrenz zueinander, deswegen ist es schon etwas Besonderes“, findet Organisator Oberpichler.

Fast jeder möchte in sein eigenes Ohr sehen

Bei der Hörwelt selbst, erblicken die Besucher sofort den großen Flachbildschirmfernseher. Das Bild zeigt eine Kamerafahrt durchs scheinbare Dickicht, ab und an erspäht man grün-gelb wirkende Stalagmiten. „Was ist denn hier los?“, fragt sich Besucherin Elke Wehrrag. Als sie die spindeldünne Kamera in den Händen des Hörwelt-Mitarbeiters entdeckt, ist es ihr klar.

„Mit dem Video-Otoskop prüfen wir den Gehörgang und das Trommelfell“, erklärt Thomas Frönd vom Hörgerät-Hersteller Resound. So ließe sich ein mögliches Hörproblem erklären. „Fast alle die hier sind, möchten mal in ihr eigenes Ohr gucken.“ Viele der Besucher hätten bereits Probleme mit dem Hören oder sind schon Besitzer eines Hörgerätes. „Inzwischen lässt sich das Hörgerät mit dem Tablet und Smartphone verbinden. Je nach Ort kann der Hörhelfer verschiedene Geräusche filtern“, so Frönd.

Naturkosmetik und Hypnose

Die tausenden Besucher ließen sich ebenfalls von den Duisburger Kliniken beraten, kauften sich Naturkosmetik oder ließen sich hypnotisieren. Neben den zahlreichen Ständen gab es zudem etliche spezifische Vorträge wie zum Beispiel zu Schadstoffen in Pflegeprodukten oder zur Dickdarmkrebs-Vorsorge. „Nächstes Jahr sind wir wieder hier“, verrät Frank Oberpichler, der mit der Resonanz von Gästen und den Ausstellern sehr zufrieden ist.

Selbsthilfegruppen auf der „Meile der guten Taten“ 

Eine große Fläche des Messegeländes im City-Palais belegten wieder zahlreiche Selbsthilfegruppen, die sich auf der „Meile der guten Taten“ vorstellten. Hier berieten und informierten 16 Gruppen über ihre Angebote bei verschiedenen Krankheiten.

Mit dabei waren unter anderem: die Parkinson-Selbsthilfegruppe aus Moers, die deutsche Tinnitus-Liga, der Bundesverband der Organtransplantierten, die Suchtselbsthilfe für Lesben und Schwule sowie die Krebsberatung aus Duisburg.

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