Bildung

Schulen im Süden sind digital gut aufgestellt

Die Klasse 9e des Mannesmann-Gymnasiums testet im Unterricht den Einsatz von Tablet-PCs.

Foto: Tanja Pickartz

Die Klasse 9e des Mannesmann-Gymnasiums testet im Unterricht den Einsatz von Tablet-PCs. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Süd.   Unterricht im Wandel: Schulen im Duisburger Süden greifen immer häufiger auf Tablet-PCs oder Handys zurück. Doch es gibt auch Verbote.

Zwischen Smartphone und Tafel: Der digitale Wandel hat auch die Schulen im Duisburger Süden erreicht. Computerräume gibt es schon lange, W-Lan für alle finden die Jugendlichen „cool“ und das gelegentliche googlen im Geschichtsunterricht gehört ganz selbstverständlich dazu. Am Bertolt-Brecht-Berufskolleg empfiehlt der Mathelehrer sogar Lern-Apps. Auch das Mannesmann-Gymnasium, die Sekundarschule Am Biegerpark und die Gesamtschule Süd setzen mehr und mehr auf virtuelle Unterstützung beim Pauken.

Erst vor kurzem wurden die Computerräume des Mannesmann-Gymnasiums neu ausgestattet. Stefan Zeyen, stellvertretender Schulleiter, freut sich, dass die insgesamt 50 Computerplätze jetzt auf dem neuesten Stand der Technik sind. „Die Arbeit mit digitalen Medien nimmt immer mehr zu, wir führen die Schüler daher auch an diese Arbeit heran“, sagt er.

Tablets kommen regelmäßig zum Einsatz

Seit dem vergangenen Sommer gibt es an der Schule auch eine Tablet-Klasse. Bei einem Wettbewerb der Bezirksregierung Düsseldorf haben die Schüler die Geräte gewonnen, die Jugendlichen der Klasse werden seither regelmäßig damit durch den Unterricht geführt. „Es werden natürlich nicht bei allen Fächern die Tablets benutzt, aber sie kommen regelmäßig zum Einsatz. Sie sind eine Unterstützung“, erklärt Zeyen.

W-Lan gibt es an dem Gymnasium auch für die Schüler. „Darüber können sich die Schüler im schuleigenen Server einschreiben und erhalten dort Infos, beispielsweise über Stundenpläne und Vertretungsstunden. Außerdem haben wir einen E-Mail-Verteiler“, sagt Zeyen. Er betont aber auch: „Obwohl es natürlich kein Handy-Verbot an unserer Schule gibt, sind die Telefone im Unterricht tabu“, sagt er. Und fügt hinzu. „Die Benutzung ist nur nach ausdrücklichem Hinweis erlaubt. Dann dürfen die Schüler etwas googlen, oder sich anderweitig informieren“, sagt er.

Arbeitsinsel in der KFZ-Werkstatt

Insgesamt sieben Computerräume hat das Bertolt-Brecht-Berufskolleg. Auch in der KFZ-Werkstatt gibt es eine „Arbeitsinsel“, an der man auf die Hilfe von Rechnern zurückgreifen kann. „Wir sind gut ausgestattet“, findet

Schulleiter Volker Kleebaum. „In der heutigen Zeit gehört das einfach dazu. Allerdings gibt es bei uns kein W-Lan und auch keine Tablets im Unterricht“, so Kleebaum.

Hin und wieder werde das Verbot im Unterricht allerdings aufgehoben. „Ich denke, dass es schon nützlich sein kann, wenn man mal etwas nachschlägt. Schneller als über Suchmaschinen im Netz kann man ja nicht an Informationen kommen“, sagt Kleebaum. Er als Mathelehrer empfehle den Schülern sogar eine App, mit der komplizierte Formeln besser nachvollzogen werden können.

Drei Informatikräume mit Computern

Die Gesamtschule Süd hat derzeit drei Informatikräume mit Computern, die bei verschiedenen Unterrichtseinheiten genutzt werden. Da die Schule bei dem Programm „Die telematische Schule“ mitmacht, hat man die Möglichkeit alle vier Jahre die Digitalisierung voran zu treiben. „Als nächsten Schritt werden wir W-Lan einrichten, damit die Schüler ihre Smartphones zur Arbeit im Unterricht nutzen können“, erklärt Markus Zwering, stellvertretender Schulleiter. Als zweiten Schritt wünscht er sich Tablets für die Schüler.

In der Sekundarschule ist man auch fortschrittlich unterwegs. Neben zwei gut ausgestatteten Computerräumen gibt es auch Laptops, die regelmäßig im Unterricht zum Einsatz kommen. W-Lan gibt es auch – allerdings mit Einschränkungen. „Die Schüler können sich einwählen, dürfen jedoch nicht wild surfen, sondern haben über unser W-Lan nur Zugriff auf die Seiten, die sie für den Unterricht brauchen“, erklärt Peter Stante, stellvertretender Schulleiter.

„Es ist beispielsweise erlaubt, sich Balladen anzuhören, die im Unterricht besprochen werden“, so Stante weiter. Eine digitale Speisekarte kann auch gecheckt werden. „Man kann auf eine Seite zugreifen, die über die Essensangebote informiert“, so Stante.

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