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Schüler blicken hinter die Kulissen der Südredaktion

Redakteurin Monique de Cleur zeigt den Kindern der Albert-Schweitzer-Grundschule, wie die Zeitung entsteht.

Foto: Simon Gerich

Redakteurin Monique de Cleur zeigt den Kindern der Albert-Schweitzer-Grundschule, wie die Zeitung entsteht. Foto: Simon Gerich

Duisburg-Huckingen.   Die Viertklässler der Albert-Schweitzer-Grundschule brachten viele Fragen mit. An der nächsten Zeitungs-Ausgabe durften sie selbst mitarbeiten.

Gut vorbereitet haben die Jungen und Mädchen der Albert-Schweitzer-Grundschule der Südredaktion einen Besuch abgestattet. Aufmacher und Meldung, Zeitungskopf und Lokalteil – all diese Begriffe waren den Schülern längst bekannt. Zeit also, um die wirklich wichtigen Fragen zu stellen: Wie lange arbeitet Ihr am Tag? Seid Ihr oft gestresst? Wie viel verdienen Journalisten? Wie kommt die Zeitung vom Computer zum Leser? Die 22 Kinder fragten Redakteurin Monique de Cleur Löcher in den Bauch. Der berufliche Werdegang von so manchem scheint da vorgezeichnet zu sein: Neugierde und Nachhaken sind schließlich Grundtugenden eines Journalisten.

Schüler denken sich eigene Überschriften aus

Seit einigen Wochen ist Zeitung das Thema im Unterricht der Viertklässler. „Wir haben viel gelernt, haben geübt, Meldungen zu schreiben und uns eigene Geschichten ausgedacht“, sagt Felix (9) mit strahlenden Augen. Sogar eine ganze Titelseite haben die Kids kreiert. Der Fantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt. „Ich habe eine Meldung verfasst, die davon berichtet, dass bei mir nebenan eine Eisdiele eröffnet hat“, sagt Steffen. Jetzt mal in einer Redaktion vorbeizuschauen und zu erleben, wie echte Meldungen geschrieben werden, sei schon was ganz Besonderes. Schließlich durften sie echten Journalisten bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Die Jungen und Mädchen erhielten Einblick in den Redaktionsalltag und durften auch selbst mal an den Computer, um sich dort für einige Meldungen die passenden Überschriften ausdenken. „Das ist ganz schön schwierig, aber es macht auch großen Spaß“, findet Fabian (9).

Viel Arbeit, aber auch viel Spaß

Zwei Seiten werden täglich in der Südredaktion produziert, durchschnittlich acht Stunden dauert das. „Manchmal kommt aber vor Feierabend plötzlich noch ein Termin rein und muss aktuell geschrieben werden, dann dauert es auch schon mal länger“, erklärt Monique de Cleur. Die Kids machen große Augen. „Ich wusste gar nicht, dass das alles so viel Arbeit macht“, sagt Sophia. „Aber es hört sich auch alles sehr spannend an. Vielleicht möchte ich später auch mal als Journalistin arbeiten.“

Zu Hause wird bei den meisten Kindern kräftig Zeitung gelesen. Am Frühstückstisch. „Mein Papa liest gerne die WAZ auf dem iPad“, sagt Lukas und fügt lächelnd hinzu: „Ich mag die richtige, gedruckte Zeitung aber viel lieber“, sagt er und will dann wissen: „Komme ich jetzt auch mal in die Zeitung, mit Namen und so?“ Die Antwort lautet: Ja!

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