Grundschul-Umbau

Runder Tisch war nur „freundliches Geplänkel“

Die Elternvertreter der Initiative „Bildung braucht Platz“ machten jetzt einen Gegenvorschlag: Der linke Teil der Gemeinschaftsgrundschule Albert-Schweitzer-Straße

Foto: Tanja Pickartz

Die Elternvertreter der Initiative „Bildung braucht Platz“ machten jetzt einen Gegenvorschlag: Der linke Teil der Gemeinschaftsgrundschule Albert-Schweitzer-Straße Foto: Tanja Pickartz

Duisburg-Huckingen.  Vertreter von Schulpflegschaft, Betreuungsverein und der Stadt diskutierten über den Umbau der Albert-Schweitzer-Grundschule – ohne Ergebnis.

Es sollte ein konstruktives Treffen werden. „Freundliches Geplänkel“, mehr habe der runde Tisch aber nicht gebracht, sagt Alexandra Jockel, Sprecherin der Elterninitiative „Bildung braucht Platz“. Bei dem runden Tisch ging es um die Bebauungspläne an der Gemeinschaftsgrundschule Albert-Schweizer-Schule.

Jetzt kamen Vertreter der Schulpflegschaft und des Betreuungsvereins mit Hans-Joachim Geiser vom Technischen Gebäudemanagement des Immobilien Management Duisburg (IMD) sowie Schulamtsleiter Ralph Kalveram zusammen. Hintergrund: Das Areal der ehemaligen Förderschule, laut Aussage der Schulpflegschaft seit 1992 fester und wichtiger Bestandteil der Grundschule, soll gründlich umgebaut werden.

Elternvertreter machen einen Gegenvorschlag

Im Gespräch machten die Elternvertreter einen Gegenvorschlag: Der linke Arm des Y-förmigen Gebäudes stehe leer, würde man nur diesen abreißen, könnte dies ein Kompromiss für alle Parteien sein: „So würden auch noch Baugrundstücke entstehen, und es bliebe genügend Platz für die Betreuung.“

In diesem Zusammenhang fordert Stefan Binkowski die Stadt auf, sich zügig Gedanken über das Raumkonzept der Duisburger Schulen zu machen. Der Vorsitzende des Betruungsvereins klagt, man werde als private Betreuung nicht wahrgenommen.

Die Gespräche mit allen Beteiligten laufen noch

Stadt-Sprecherin Susanne Stölting kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine detaillierten Auskünfte über den konkreten Start der Umbaumaßnahmen oder über die genaue Position der Gebäude auf dem Grundstück geben, heißt es auf Nachfrage der Südredaktion: „Die Gespräche mit allen Beteiligten laufen noch, dies wird sicher auch noch ein wenig dauern.“ Immerhin: Auf dem bisherigen Konzept werden Stadt und IMD offenbar nicht beharren; bis Ostern wollen sie ein überarbeitetes Konzept vorlegen.

Der bisherige Entwurf sieht laut Elterninitiative unter anderem eine neue Doppelturnhalle und einen neuen Verwaltungstrakt vor. „Eine neue Doppelturnhalle und der Abriss der alten Turnhalle kosten laut unseren Infos rund drei Millionen Euro, der neue Verwaltungstrakt mit vorgelagertem Flur circa eine Million Euro.

„Muss man so viel Geld ausgeben?“

„Stellt sich die Frage, ob man so viel Geld ausgeben muss“, kritisiert Schulpfelgschaftsvorsitzende Alexandra Jockel. Hinzu kommt nach ihrer Aussage ein neuer Trakt mit vier Klassenräumen, einer Mensa und kleinen Nebenräumen.

Hinzu kommt die energetische Sanierung von einzelnen Gebäudeteilen der Grundschule. Sie ist Teil des vom Bund geförderten KIDU-Pakets. KIDU steht für Kommunale Investition Duisburg, 3,7 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. Bedingung für die 90-prozentige Förderung durch den Bund ist, dass der Umbau bis Ende 2018 abgeschlossen ist. Die energetische Sanierung beginnt laut Stadt voraussichtlich noch in diesem Jahr.

Geplante Neubauten gehören nicht zu KIDU

Der geplante Neubau von Doppelturnhalle, Verwaltungstrakt und neuem Trakt gehört laut Elterninitiative jedoch nicht zum KIDU-Projekt. „Diese Maßnahme hat nichts mit dem Abriss des ehemaligen Förderschulgebäudes und der geplanten Bebauung mit neuen Gebäuden zu tun und wird ganz unabhängig durchgeführt“, sagt Jockel.

Am 9. Februar geht die Auseinandersetzung um die Zukunft der Albert-Schweitzer-Grundschule zwischen der Elterniniative „Bildung braucht Platz“ und der Stadt in die nächste Runde: Dann tagt der Schulausschuss – dort steht das Thema auf der Tagesordnung.

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