Wettbewerb

Schülerkunst wirbt auf Müllwagen für saubere Stadt

Die Gewinner des Projektes „R(h)ein in Duisburg“mit OB Slren Link und Dietmar Vornweg (Mitte).

Foto: Christoph Wojtyczka

Die Gewinner des Projektes „R(h)ein in Duisburg“mit OB Slren Link und Dietmar Vornweg (Mitte). Foto: Christoph Wojtyczka

Duisburg.   Über 100 Schüler malten Bilder für Müllwagen beim Wettbewerb „R(h)ein in Duisburg“ von Wohnungsgenossenschaften und Wirtschaftsbetrieben.

Die regelmäßige Müllabfuhr, 6000 blaue Behälter in Duisburgs öffentlichem Raum, Altglascontainer und die kostenlose Annahme von Abfall an vier Recyclinghöfen sind für viele noch nicht genug: Zigarettenkippen, Imbiss-Schalen und Getränkeflaschen landen auf dem Boden, Sperrmüll, Elektrogräte, Unrat und Gartenabfälle in Parks, Wäldern und Gewässern. Grund genug für Wirtschaftsbetriebe (WBD) und Wohnungsgenossenschaften, für eine saubere Stadt mit dem Wetttbewerb „R(h)ein in Duisburg“ zu werben. Am Freitag wurden die Sieger ausgezeichnet.

Über 100 Schüler schickten ihre Bilder

Die Aufforderung, zu einem sauberen Wohnumfeld beizutragen, lassen sich Genossenschaften und Wirtschaftsbetriebe 10.000 Euro Preisgeld kosten. Hinzu kommt die Übertragung der sieben Siegermotive auf die gleiche Zahl von großen Müllfahrzeugen. „Die rollen seit einigen Tagen nun gut sichtbar durch die Duisburger Stadtbezirke“, erklärt WBD-Sprecherin Silke Kersken. Zwei dienten am Freitag als Kulisse für die Preisverteilung – jeweils 1250 Euro gab’s für die Schulen, in denen die sieben Siegermotive entstanden. Mit einem Sonderpreis in gleicher Höhe wurden die Kinder der Förderschule am Rönsbergshof in Beeck belohnt – die Schüler malten keine Bilder, sondern bastelten aus Müll verschiedenste Objekte.

Qualitativ wie quantitativ bewegten sich die insgesamt über 100 eingesandten Motive auf hohem Niveau, lobte Dietmar Vornweg, Sprecher der Duisburger Wohnungsgenossenschaften: „Ihr habt eindrucksvoll gezeigt, wie intensiv ihr euch mit der Aufgabenstellung auseinandergesetzt habt. Ihr habt es den Juroren nicht leicht gemacht.“

Motive mit ernsthaftem Appell

Doppelt freuen durfte sich die Gesamtschule Emschertal, für die Neumühler hatten Ferihan Savas und Juliette Tarkowski gleich zwei Siegerentwürfe eingereicht. 2500 Euro heimst auch die Gesamtschule Meiderich ein für die Kunstwerke von Chantal Albrecht und Michelle Timulka. Auch das Mannesmann-Gymasium aus Huckingen kann 2500 Euro Preisgeld für die Finanzierung weiterer Projekte verbuchen: Prämiert wurden die Bilder von Fiona Wolters und Luis Kreitz. Von Dogus Mistak von der Comenius-Schule in Hamborn stammt der siebte Siegerentwurf. Ein dickes Lob für die Schüler gab’s auch vom OB Sören Link, der die Preise auf dem Alten Markt übergab: „In allen Motiven steckt ein ernsthafter Appell. Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen.“

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