Infektion

Masern breiten sich aus: Schon 26 Fälle in Duisburg

Wegen der Masernfälle in Duisburg  drängt das Gesundheitsamt auf den wichtigen Impfschutz.

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Wegen der Masernfälle in Duisburg drängt das Gesundheitsamt auf den wichtigen Impfschutz. Foto: imago stock&people

Duisburg.   Die Zahl der Masern-Infektion ist so hoch wie seit vielen Jahren nicht. Betroffenen sind Zuwanderer-Familien aus dem Duisburger Norden.

In Duisburg gibt es so viele Masern-Fälle wie lange nicht mehr: 16 weitere Kinder haben sich angesteckt. Damit sind seit Beginn der Serie vergangene Woche 26 Personen betroffen. Sechs Kranke sind jünger als ein Jahr und damit besonders anfällig für Komplikationen.

Masernfälle gibt es nach Auskunft von Stadtsprecherin Susanne Stölting nur im Stadtnorden. Die Infektion grassiert in einigen Zuwanderer-Familien. Mittlerweile gibt es auch Fälle aus Schulen und Kindergärten. In ganz NRW gab es im vergangenen Jahr nur 26 gemeldete Masernfälle, in Duisburg nach vorliegenden Zahlen 2015 gerade mal zwei, 2009 waren es 26, 2009 über 600. „Bei der aktuellen Zahlen werden wir hellhörig“, so Stölting. Denn Masern sind hoch ansteckend, auch bevor die Symptome erkennbar sind. „Eine Masern-Infektion ist keine harmlose Kinderkrankheit“, warnt sie. Bei Erwachsenen können Masern auch schwerer verlaufen.

Impfmobil in Marxloh im Einsatz

Umso wichtiger ist die Impfung. Zwei bieten vollständigen Schutz, aber auch eine erste Impfung zeigt Wirkung. Das Gesundheitsamt hat deshalb in den betroffenen Familien, Kitas und in den Schuljahrgängen umgehend den Impfstatuts überprüft. Niedergelassene Kinderärzte im Stadtnorden und die Migranten-Medizin-Sprechstunde an der Münzstraße übernehmen die Impfungen der oft nicht krankenversicherten Personen. In der kommenden Woche fährt das Impfmobil Montag und Freitag an der Grundschule Henriettenstraße in Marxloh. vor.

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