Mathematik-wettbewerb

Grundschüler aus Duisburg rechnen für das NRW-Finale

Abschreiben unmöglich: Beim Mathematik-Wettbewerb für Grundschulen werden Trennwände aufgestellt. Lehrerinnen passen zusätzlich auf.

Foto: Lars Fröhlich

Abschreiben unmöglich: Beim Mathematik-Wettbewerb für Grundschulen werden Trennwände aufgestellt. Lehrerinnen passen zusätzlich auf. Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   64 Kinder traten in der Albert-Schweitzer-Grundschule zur zweiten Runde des landesweiten Mathematik-Wettbewerbs an. Die Aufgaben haben es in sich.

Im Klassenraum der Albert-Schweitzer-Grundschule ist es so still, dass man sich nicht traut zu atmen. Konzentration steht den Kindern ins Gesicht geschrieben, manchmal bewegt sich eine Hand, um zu schreiben. 90 Minuten haben die Rechen-Füchse beim Mathematik-Wettbewerb für Grundschulen Zeit, um den Test der zweiten Runde zu erledigen.


Nach gut einer Stunde hat es auch die zehnjährige Rebecca Weiland geschafft. „Der Test war schwerer als der letzte, vielleicht habe ich einen Fehler gemacht“, sagt die Schülerin der Grundschule Im Reimel in Mündelheim. Jetzt heißt es: warten, bis sie erfährt, ob sie am 1. April beim NRW-Finale dabei ist.

Kinder lieben den Wettkampf

64 Schüler aus acht Duisburger Grundschulen haben sich für die zweite Runde in Huckingen qualifiziert. Zum ersten Mal fand diese allein in der Albert-Schweitzer-Schule statt. Im vergangenen Jahr hatten sich die Grundschule in Huckingen und die GGS Großenbaumer Allee die große Masse von rund 200 Schülern geteilt. Danach ging Koordinatorin Ursula Wenk als Rektorin in Großenbaum in den Ruhestand. Ihren Posten übernahm Silke Günther. Sie ist Lehrerin in Huckingen.

Fünf Testaufgaben in zwei Durchläufen

In zwei Durchläufen bearbeiteten die Schüler die fünf Testaufgaben. Mit Blick auf das kleinere Teilnehmerfeld sagt Günther: „Die Aufgaben sind in diesem Jahr schwieriger.“ Zwei Grundschulen konnten leider keinen Qualifikanten für die zweite Runde stellen.

Die Kinder, sagt die Grundschullehrerin, lieben die Herausforderung des Wettbewerbs. „Normalerweise trainieren sie, der Wettkampf ist sozusagen das Spiel am Wochenende.“ In ihrer Grundschule wird zum Beispiel in so genannten Mathematik-Konferenzen trainiert. Die Schüler kriegen eine Aufgabe gestellt, deren Lösung sie gemeinsam im Gespräch erarbeiten. Im Wettbewerb können sie sich mit anderen messen und ihre Fähigkeiten einbringen.

Die Aufgaben richten sich an die Kinder der dritten und vierten Klasse. Der landesweite Wettbewerb spricht Schüler wie Rebecca Weiland an: „Ich mag die Mathematik sehr, wie sie aufgebaut ist, und besonders die Geometrie.“ Die Zehnjährige hat starke Konkurrenz. Das Finale findet vermutlich in Dortmund statt, dort treffen die Besten des Landes aufeinander.

Schere klafft weiter auseinander

Mathematik bereitet aber auch manchen Schülern Kopfzerbrechen. „Die Schere klafft weiter auseinander“, sagt Günther. „Es gibt einen Teil, der sehr clever ist, und einen, der über die Grundlagen nicht hinauskommt.“ Diese Kinder versuche die Schule aktiv zu fördern. Grundschullehrerin Günther ist selbst ein Mathe-Fan: „Mathematik macht Spaß. Es fördert das Denken und wirkt sich auf viele andere Prozesse aus.“

>> DIE REGELN DES WETTBEWERBS

Der Mathematikwettbewerb für Grundschulen wird im Auftrag des Ministeriums für Schule und Weiterbildung von Natascha Mai, Konrektorin der Libori-Grundschule in Dortmund, ausgerichtet.

Die Aufgaben werden von einem bundesweiten Aufgabenausschuss für Mathematik-Olympiaden erstellt.

Mehr Infos auf: www.bach-grundschule.de/mathematik

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik