Bankraub-Prozess

Raubmörder wegen Überfalls auf Sparkasse erneut vor Gericht

Der 30-jährige Angeklagte, der das Fluchtfahrzeug gefahren haben soll, neben seinem Verteidiger Ulrich Gleißner und einem Wachtmeister vor dem Landgericht Bochum.

Foto: B.Ki.

Der 30-jährige Angeklagte, der das Fluchtfahrzeug gefahren haben soll, neben seinem Verteidiger Ulrich Gleißner und einem Wachtmeister vor dem Landgericht Bochum. Foto: B.Ki.

Bochum.  Nur zwei Monate nach einer Haftstrafe wegen Raubmordes soll ein 29-Jähriger mit einem Komplizen in Bochum eine Sparkasse ausgeraubt haben.

Der Raubmörder ist erst 29 Jahre alt, steht seit gestern aber schon zum zweiten Mal wegen eines Schwerverbrechens vor Gericht. Er soll am Mittag des 23. September 2016 mit einem ebenfalls angeklagten Komplizen (30) mit einer schwarzen Schusswaffe die Sparkasse an der Dorstener Straße in Hofstede ausgeraubt haben. Es droht ihm – nach einer mehrjährigen Haftstrafe – die Sicherungsverwahrung und damit eine unbefristete Inhaftierung.

Der Mann aus Alsdorf bei Aachen war als Heranwachsender wegen eines tödlichen Überfalls auf eine Frau im Rheinland zu 8,5 Jahren Jugendstrafe verurteilt worden, wegen Mordes. Die komplette Zeit saß er ab. Nur zwei Monate, nachdem er frei kam, soll er den Bankraub in Bochum begangen haben.

Mit weißem Maleranzug, Maske und Schusswaffe vor den Sparkassenschalter getreten

Laut Anklage fuhren er und sein Komplize mit einem Mercedes zur Sparkasse. Während der 30-Jährige im Auto fluchtbereit wartete, stieg der 29-Jährige mit einem weißen Maleranzug und Gesichtsmaske aus und bedrohte am Schalter 2 einen Kassierer. „Überfall! Geld her!“, soll er gesagt haben. Der Bankmitarbeiter übergab ihm knapp 13 000 Euro.

Die Angeklagten sollen über die A40 Richtung Rheinland geflüchtet sein. Wenig später wurden sie von der Polizei auf einer Landstraße in Mönchengladbach in ihrem Mercedes gefasst. Die Beute, die Waffe und die Täterkleidung hatten sie dabei. Zeugen im Umfeld der Bank hatten zuvor eine gute Fahrzeugbeschreibung abgegeben.

Am 23. Februar wollen sich die Angeklagten äußern.

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