preise und gebühren 2017

Nur Bus und Bahn werden in Bochum teurer

Um durchschnittlich 2,3 Prozent hat der VRR die Preise für Bus- und Bahnfahren im neuen Jahr erhöht.

Foto: Dietmar Wäsche

Um durchschnittlich 2,3 Prozent hat der VRR die Preise für Bus- und Bahnfahren im neuen Jahr erhöht. Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.  Nach zum Teil kräftigen Anstiegen in den vergangenen Jahren bleiben die Preise und Gebühren für öffentliche Leistungen 2017 konstant.

Auf überschaubare zusätzliche finanzielle Belastungen für öffentliche Leistungen können sich die Bochumer im neuen Jahr einstellen. Ähnlich wie bereits im vergangenen Jahr halten sie sich für 2017 in Grenzen. Zu den wenigen Veränderungen gehört der Preisanstieg von durchschnittlich 2,3 Prozent für Bus- und Bahnfahrten durch den Verkehrsverbund Rhein/Ruhr (VRR) und damit auch durch die Bogestra.

Mehr kostenpflichtige Parkplätze

Einzeltickets kosten seit Anfang des Jahres zehn Cent mehr; für die Stufen C und D sind die Preise sogar leicht überdurchschnittlich gestiegen. Unverändert bleiben die Preise für Einzel- und Vierertickets für die Kurzstrecke sowie für Zehner-Tickets.

Konstant bleiben die erst 2015 angehobenen Parkgebühren. Allerdings wird die Zahl der kostenpflichtigen Parkplätze in der Innenstadt deutlich steigen. 215 zusätzliche Plätze sollen bis Ende des Jahres unter anderem im Bereich des Musikforums und des künftigen Justizzentrums geschaffen werden. 18 zusätzliche Parkscheinautomaten werden aufgestellt.

Strompreise bleiben konstant

Kunden der Stadtwerke Bochum, die auf einen Marktanteil von weit über 80 Prozent kommen, können sich über konstante Stromtarife und sogar über sinkende Gaspreise freuen.

Unverändert bleiben neben Grund- und Gewerbesteuer auch die Gebühren für die Straßenreinigung (7,33 Euro je Frontmeter in der Reinigungsklasse B1) und die Kosten für eine 120 Liter fassende Restmülltonne (279,10 Euro). Günstiger wird sogar der kombinierte Gebrauch von Restmüll- und Bio-Tonne (je 60 Liter). Die Verbraucher sparen 6 Euro. Unverändert bleiben die Kosten für Schmutz- und Niederschlagwasser, die im Vorjahr noch deutlich gestiegen waren. Sie betragen für eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 200 cbm Wasser und einer befestigten Grundstücksfläche von 130 qm insgesamt 628,70 Euro.

Arbeitseffizienz soll steigen

Sinkende Preise sieht in Teilen die neue Friedhofsgebührensatzung vor. Zum zweiten Mal in Folge werden die im Vergleich mit vielen anderen Städten bislang hohen Kosten für Bestattungen und Gräber auf den insgesamt 25 städtischen Friedhöfen sinken – um 2,9 Prozent bei Sarg- und Urnenbeisetzungen und sogar um 7,2 Prozent für Nutzungsrechte.

Eine wesentliche organisatorische Änderung gibt es derweil in der Stadtverwaltung. Statt der Sozialverwaltung ist für die Wohnungsbauförderung von sofort an die Bauverwaltung im Technischen Rathaus, Hans-Böckler-Straße 19, zuständig. Kunden der Bauverwaltung werden gebeten, künftig Termine zu vereinbaren. Stadtbaurat Markus Bradtke verspricht sich davon eine steigende Arbeitseffizienz in seinem Dezernat, da Anträge stringenter bearbeitet werden können als das bislang der Fall sei.

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