Baustelle

Kortumstraße in der City wird jetzt wieder zugepflastert

Langzeitbaustelle Kortumstraße: Noch sind nicht alle Gruben wieder zugeschüttet. Trotzdem beginnen jetzt an einigen Stellen die Pflasterarbeiten.

Foto: Dietmar Wäsche

Langzeitbaustelle Kortumstraße: Noch sind nicht alle Gruben wieder zugeschüttet. Trotzdem beginnen jetzt an einigen Stellen die Pflasterarbeiten. Foto: Dietmar Wäsche

Bochum.  Die Bauarbeiten auf der Kortumstraße zwischen der Brück- und der Bongardstraße gehen in ihre letzte Phase. Jetzt wird alles zugepflastert.

Enge, Gedränge, Absperrungen, Lärm, Stau: Alle dies prägt die Atmosphäre auf der Kortumstraße zwischen Brück- und Bongardstraße. Seit dem vergangenen Juli wurden auf diesem 190 Meter langen und zwölf Meter breiten Teil der Fußgängerzone neue Wasser- und Fernwärmeleitungen verlegt. Seit dieser Woche wird endlich alles wieder verfüllt und schön gemacht: Die Straßenoberfläche wird erneuert und die Pflastersteine kommen obendrauf. Bis zum kommenden November, zum Weihnachtsgeschäft, soll alles picobello fertig sein.

„Wir sind bis jetzt im Zeitplan“, sagt Christoph Matten vom Tiefbauamt, fügt allerdings hinzu: „Wenn uns jetzt kein Bagger umfällt...“

Das bisherige Pflaster stammt aus den 60er Jahren

Das bisherige Pflaster stammt aus den 60er Jahren. Da darf auch mal was Neues her. Das neue Pflaster wird exakt dem entsprechen, wie es zum Beispiel im vorigen Jahr auf der Kortumstraße zwischen Südring und Huestraße verlegt worden ist: In der Mitte wird eine rund fünf Meter breite Laufzone eingerichtet mit 15 x 15 Zentimeter großen, anthrazitfarbenen Beton-Würfelsteinen. Diese Laufzone wird beidseitig durch breite rinnenartige Bordsteine aus Naturbasalt sowie ein schwarzes Natursteinband ohne Kante eingefasst. Ganz außen, auf den so genannten Freisitzflächen für Verkaufsstände und Stühle, werden jeweils auf einer Breite von drei Metern 30 x 60 Zentimeter große Betonsteine gepflastert.

„Durch diese Aufteilung erhoffen wir uns, dass sich eine vorteilhafte Ordnung ergibt“, sagte Matten. „Wir wollen etwas ordentlich Schönes bauen.“ Dazu gehört auch, dass auf diesem Teilstück auf einer Seite Lichtstelen aufgestellt werden.

Die größte Herausforderung kommt noch

Bereits seit rund zehn Jahren wird die Kortumstraße nach und nach erneuert. Von den jeweiligen Eckstücken (Bermuda-Dreieck und Kunstmuseum) arbeitet sich die Stadt langsam nach innen vor. Das zentrale Kernstück wird ab 2018 in Angriff genommen: der Bereich zwischen Bongardstraße und Husemannplatz. Das wird von allen Teilstücken das komplizierteste, weil dort der größte Geschäftsbetrieb mit dem größten Kunden- und Lieferverkehr herrscht. Zwei Jahre werden diese Bauarbeiten dauern. Besonders gute Nerven müssen dann aber nicht nur Kunden und Geschäftsleute haben, sondern auch die Bauarbeiter: In engen und sehr lebhaften Straßenzügen zu arbeiten, ist noch anstrengender als ohnehin, weil kaum Lagerplatz für Material, Maschinen und Werkzeuge zur Verfügung steht. Alles muss ständig neu herbeigeschafft werden.

2020 soll die komplette Kortumstraße fertig sein. „Danach präsentiert sie sich als einheitliches Band zum Flanieren und Einkaufen vom Kunstmuseum bis zum Bermudadreieck“, heißt es im Tiefbauamt.

>> 1,9 MILLIONEN EURO BAUKOSTEN

  • Die Baukosten für das Teilstück zwischen Brück- und Kortumstraße belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Rund 400 000 Euro kosten der Kanalbauarbeiten, 800 000 Euro das Straßenpflaster, 700 000 Euro die Leitungen.
  • Das Geld kommt von der Stadt und dem Land.

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