Kinofilm

Großes Casting für Goosen-Verfilmung im Metropolis-Kino

Bitte lächeln. Auch Rebecca Hesse stand beim Casting für den nächsten Goosen-Film probeweise vor der Kamera.

Foto: Klaus Pollkläsener

Bitte lächeln. Auch Rebecca Hesse stand beim Casting für den nächsten Goosen-Film probeweise vor der Kamera. Foto: Klaus Pollkläsener

Bochum.   Für eine Konzert-Szene sucht ein Filmteam 800 Darsteller. Sie sollen Groupies, Fans und Türsteher im nächsten „Bochum-Film“ spielen.

Gesucht: Rocker, Roadies und Groupies. Und es finden sich hunderte im Metropolis-Kino ein, die Schlange reicht weit in den Hauptbahnhof. Kein Wunder, denn es geht schließlich um Sprech- und Statistenrollen in der neuesten Verfilmung aus dem Werk von Frank Goosen, „So viel Zeit.“

Darin geht es um „Die Bochumer Steine“, eine fünfköpfige Rockband aus dem Revier, die kurz vor ihrem Durchbruch Ende der 80er im Streit auseinander ging. Doch Jahre später entschließt sich eines der Bandmitglieder, seine alten Kumpels wieder auf die Bühne zu bringen – bevor er selbst, der er an einer tödlichen Krankheit leidet, nie wieder rocken kann. Der Streifen, der nächstes Jahr in die Kinos kommen soll, ist hochkarätig besetzt: mit Jan-Josef Liefers, Armin Rohde, Jürgen Vogel und Richy Müller.

Agentur sucht 800 Komparsen

Etwa 800 Komparsen sucht die Agentur Eick für eine große Konzert-Szene, die Ende Februar hier in Bochum in der Zeche gedreht werden soll. Dafür braucht das Filmteam Konzertbesucher und Türsteher, Roadies und Rocker und natürlich auch ein paar begeisterte Groupies.

Für letztere Rolle scheidet Anja Koppers aus: Sie ist mit ihrem Mann hier, und will gerne eine gemeinsame Rolle mit ihm als Pärchen. Das hat schon mal geklappt, erzählt sie. Sie geht regelmäßig zu Filmcastings und bewirbt sich um Komparsenrollen: „Ich finde so ein Filmset einfach wahnsinnig aufregend“, erzählt sie. Dass der Goosen-Film überwiegend in den 80ern spielt, findet sie besonders toll: „Das ist doch genau meine Zeit.“

Was passt in die 80er?

Und eben in diese Zeit müssen die Bewerber passen, weiß Regie-Assistent Angel Pinar. „Unsere Kriterien sind natürlich erstmal äußerlich“, erklärt er. „Wir schauen uns die Gesichter an, die Haare, das Aussehen und fragen uns: Passt das in die 80er?“ Doch es geht auch um mehr: „Wir wollen auch wissen: Was ist das für ein Typ?“ Deshalb mussten die Bewerber in einem Fragebogen vorab auch etwas mehr über sich verraten. Zum Beispiel, ob sie ein Musikinstrument spielen und wenn ja welches: „Wir suchen nämlich noch Musikdoubles für die Band“, sagt Pinar.

Schließlich ist nicht jeder Schauspieler auch ein guter Bassist, Schlagzeuger oder Gitarrist – für die Konzertaufnahmen muss jemand anders für die Hauptdarsteller einspringen. Wer musisch begabt ist und einem der Hauptdarsteller zumindest entfernt ähnlich sieht, der hat also ganz gute Chancen. Es ist auch möglich, nachträglich bei dem Casting mitzumachen.

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