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ETSV reist ohne Druck zum Spitzenreiter

Mammutaufgabe in Hamm: Jessica Denda und der ETSV Witten müssen zum Klassenprimus.

Foto: Biene Hagel

Mammutaufgabe in Hamm: Jessica Denda und der ETSV Witten müssen zum Klassenprimus. Foto: Biene Hagel

Witten.   Bei der Nummer eins der Verbandsliga ist der ETSV Witten am Samstag zu Gast. Der Außenseiter will sich zumindest teuer verkaufen.

Es ist vermutlich die schwierigste Aufgabe, die es für die Handballerinnen des ETSV Witten in dieser Saison zu lösen gilt: Am Samstag (17.15 Uhr) stellt sich das Team von Trainer Michael Lohrmann bei Titelfavorit SG Handball Hamm vor. Schon im Hinspiel gab es eine deutliche Niederlage.

Mit 24:32 gingen die „Eisenbahnerinnen“ seinerzeit geschlagen vom Feld, waren gänzlich chancenlos gegen das neben der SG Menden Sauerland II stärkste Team der Liga. „Wir fahren da am Samstag einfach mal ‘rüber und gucken, was möglich ist“, sieht der ETSV-Trainer dem Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer eigentlich recht entspannt entgegen. „Warum auch nicht? In Hamm sind wir ohnehin klarer Außenseiter“, so der 64-Jährige.

Um allerdings gegen das Spitzenteam ein ordentliches Resultat aufs Feld zu zaubern, muss vor allem eine deutlich bessere Angriffsleistung her als zuletzt. Beim 19:19 gegen den VfL Brambauer, als die Gäste in der letzten Sekunde per Strafwurf sogar noch die Siegchance vergaben, offenbarten sich einmal mehr die derzeit größten Schwierigkeiten der Lohrmann-Schützlinge. „Wir sind leider an einigen Stellen noch nicht weit genug, um uns da entscheidend durchzusetzen“, stellt der erfahrene Trainer fest. „Verantwortung“, so Michael Lohrmann, „müssen in der Offensive alle Spielerinnen tragen.“ Zu oft suche sein Team die immer gleichen Lösungswege, noch fehle die von ihm eingeforderte Variabilität.

Julia Lewe am Samstag gesperrt

Eine wichtige Option für den Angriff wird den „Eisenbahnerinnen“ am Samstag in Hamm fehlen. Julia Lewe sah in der Schlussminute gegen Brambauer die „blaue Karte“, ist damit automatisch fürs folgende Spiel gesperrt. „Das war völlig überzogen, Julia hat die gegnerische Spielerin schlichtweg überlaufen, die dann unglücklich gefallen ist“, so Lohrmann. Dass Andrea Rüwald, seine wohl wichtigste Rückraum-Akteurin, trotz der Trainingspause nach einem Pferdekuss am Samstag spielen kann, davon geht der ETSV-Trainer aus. „Ansonsten müssten eigentlich alle fit sein für diese Partie.“ Und: Auch gegen Menden (23:25) habe sein Team dank einer starken Deckung lange blendend mitgehalten.

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