Vorbericht

Selbstkritische Gladbacher: Angriff muss deutlich besser spielen

Mit dem Auftritt in Frankfurt nicht zufrieden: Gladbachs Kapitän Lars Stindl.

Foto: firo

Mit dem Auftritt in Frankfurt nicht zufrieden: Gladbachs Kapitän Lars Stindl. Foto: firo

Mönchengladbach.  Mit einer ähnlich schwachen Angriffsleistung wie beim 0:0 in Frankfurt wird Borussia Mönchengladbach im Bundesliga-Heimspiel gegen Hertha BSC am Mittwochabend nicht gewinnen können. Immerhin sind die Mannen um Kapitän Lars Stindl selbstkritisch.

Eines werden sich Spieler und Verantwortliche von Borussia Mönchengladbach vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Hertha BSC am Mittwoch (20 Uhr/live auf Sky und in unserem Ticker) sicher wünschen: Bitte nicht wieder so ein Unglücksabend wie beim Hinspiel in Berlin!

Am 4. November holten sich die Gladbacher im Olympiastadion, drei Tage nach dem 1:1 gegen Celtic Glasgow in der Champions League, nicht nur eine 0:3-Niederlage ab. Weltmeister Christoph Kramer sah wegen wiederholten Foulspiels schon in der ersten Halbzeit Gelb-Rot. Dazu verletzte sich Mittelfeldspieler Patrick Herrmann schwer, musste in der 34. Minute wegen eines Syndesmosebandrisses ausgewechselt werden und fiel danach fast drei Monate aus.

5:0-Sieg gegen Hertha vor fast einem Jahr

Immerhin: Im Vergleich mit dem Hinspiel sieht Gladbachs Cheftrainer Dieter Hecking die Herthaner aktuell als nicht mehr so stark an: “Sie haben nicht mehr die Ergebnisse wie in der Hinrunde, sind aber immer noch Tabellenfünfter. Niemand kann von uns erwarten, dass wir sie mal so eben aus dem Stadion schießen.”

Genau das gelang beim 5:0 in der Bundesliga-Saison zuvor - am 3. April 2016, also vor fast genau einem Jahr.

Soll ein ähnliches Jubelfest gelingen, müsste allerdings eine deutlich bessere Offensivleistung her als zuletzt beim glücklichen 0:0 in Frankfurt am vergangenen Samstag. Allein Torhüter Yann Sommer rettete den Punkt mit diversen Glanzparaden und einem gehaltenen Handelfmeter in der 78. Spielminute.

“Die Mannschaft hat sich nach dem Frankfurt-Spiel sehr selbstkritisch gezeigt”, betont Trainer Hecking. Das schließt Kapitän Lars Stindl natürlich mit ein. “Das war sicher nicht unsere beste Leistung”, erklärt der Angreifer, “aber wir haben in der Hinrunde oft stark gespielt und auch nur einen Punkt oder sogar gar keinen bekommen.”

Kramer arbeitet an seinem Comeback

Die Gladbacher müssen im defensiven Mittelfeld ohne den verletzten Weltmeister Christoph Kramer (Innenbandteilriss im Kniegelenk) auskommen, der allerdings schon an seinem Comeback mit intensiven gymnastischen Übungen arbeitet. “Ich würde gern Ende April wieder im Einsatz sein, weiß aber nicht, ob das realistisch ist”, sagt der Sechser. Nach der Verletzung im Achtelfinalrückspiel der Europa League gegen den FC Schalke 04 (2:2) waren rund sechs Wochen bis zu einem Comeback veranschlagt.

Dazu fehlt gegen Hertha am Mittwochabend Tobias Strobl. Der ehemalige Hoffenheimer sitzt nach Gelb-Rot beim 0:0 in Frankfurt seine Spielsperre ab. Wer neben Mahmoud Dahoud als zweiter Sechser zum Einsatz kommt, ist noch offen. Mit Tony Jantschke, Lászlo Bénes und Jonas Hofmann hat Trainer Dieter Hecking drei Alternativen auf dem Zettel.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik