Ernährung

Leben Vegetarier auf der gesunden Seite des Lebens?

Currywurst dürfte für Vegetarier und Veganer ein absolutes No-go sein. Foto: Martin Möller

Foto: WAZ FotoPool

Currywurst dürfte für Vegetarier und Veganer ein absolutes No-go sein. Foto: Martin Möller Foto: WAZ FotoPool

Herne.   Warum verzichten immer mehr Menschen auf Fleisch auf dem Teller? Zeus-Reporterin Viktoria nennt hier einige Beweggründe für den Wechsel in der Ernährung.

Die vegetarische oder vegane Lebensweise lässt nicht immer darauf schließen, dass diese Ernährung gesünder ist. Da die pflanzliche Ernährungsweise viele gesunde Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Vollkorn enthält, wird dies aber als logische Schlussfolgerung gesehen.

Nach Angaben des deutschen Vegetarierbunds leben rund sechs Millionen Vegetarier in Deutschland. Sie verzichten also auf Fisch und Fleisch. Zehn Prozent davon seien Veganer und haben die absolut tierfreie Variante gewählt.

Kritisch im Supermarkt

Fließbandschlachtung und Massentierhaltung haben vielen den Appetit auf Fleisch verdorben. Das Leiden der Tiere für den Fleischkonsum steht für viele schon aus ethischen Gründen in keinem Verhältnis.

Noch einen Schritt weiter gehen die Veganer: Für sie sind Milch-, Butter und Eierproduktion untrennbar mit der Fleischwirtschaft verbunden. Eine Kuh muss jährlich kalben, damit sie Milch gibt, Millionen von männlichen Küken werden direkt nach dem Schlüpfen getötet und selbst der Honig ist für Veganer ausgeschlossen, da die Bienen, die nicht mehr genug Honig produzieren, oft vergast werden. So versuchen die Veganer alle Formen der Ausbeutung und Quälereien von Tieren für Nahrung und auch Kleidung auszuschließen. Sie essen partout keine Lebensmittel, die aus Tieren gewonnen werden. Es geht so weit, dass auch auf Bekleidung aus Leder oder Tierhaaren verzichtet wird, keine eigenen Haustiere gehalten und keine Zoos besucht werden.

Ein vegan lebender Menschen ist oft kritisch mit den angebotenen Waren aus dem Supermarkt, da in ihnen oft Produkte von Tieren, wie zum Beispiel Aromen oder Farbstoffe versteckt sind. Jedoch gibt es für viele Lebensmittel auch vegane Alternativen wie Tofu oder Sojaprodukte, die einige Rezepte und Gerichte sehr gesund machen.

Bei der veganen oder vegetarischen Ernährungsweise wird das Risiko von bestimmten Krankheiten, wie zum Beispiel Darmkrebs oder Herz-Kreislauferkrankung vermindert. Es treten zwar Fälle von Eisenmangel auf, die aber beispielsweise durch den Verzehr von Hülsenfrüchten ausgeglichen werden können.

Wo die Liebe aufhört

Wenn es um die Liebe geht, sind Veganer und Vegetarier auch sehr skeptisch. Manche teilen den Kühlschrank nicht gerne mit anderen, solange er mit tierischen Produkten gefüllt ist. Da es schwer fällt, auf diese Weise einen Partner zu finden, werden im Internet heute schon Webseiten extra für Menschen, die die pflanzliche Ernährung bevorzugen, angeboten.

Im Übrigen wurden mittlerweile viele Restaurants ausschließlich für Veganer und Vegetarier eröffnet, wobei die asiatische und thailändische Küche ebenso genutzt werden kann.

Inzwischen gibt es auch immer mehr Eltern, die eine vegane Ernährung bei ihren Kindern oder Babys befürworten. Könnte das nicht gefährlich werden? Generell gilt: Je mehr die Ernährung von Fisch und Fleisch ausgeschlossen ist, desto mehr muss darauf geachtet werden, dass ihre wichtige Bestandteile in der Nahrung ersetzt werden. Auf diese Art soll eine vegane Ernährung selbst bei Kindern möglich sein.

Fazit:

Unabhängig von der auserwählten Ernährungsart ist die richtige Zufuhr von Vitaminen, Mineralien, Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen wichtig und auch mit einer veganen oder vegetarischen Lebensweise eine ausgewogene Nahrungsaufnahme möglich.

Viktoria Klinger, Klasse 8d, Haranni-Gymnasium, Herne

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