Museumsbau

Los Angeles bekommt das George-Lucas-Museum

Lucas-Museum der Erzählkunst soll es heißen, hier im Entwurf.

Foto: Lucas Museum Of Narrative Art

Lucas-Museum der Erzählkunst soll es heißen, hier im Entwurf. Foto: Lucas Museum Of Narrative Art

Washington.   Der Milliarden-Bau von Filmproduzent George Lucas soll bis zu 10.000 Gemälde und 30.000 Objekte beherbergen. Die Eröffnung ist für 2020 geplant.

Wirklich eine schwere Geburt das war, würde der weise Yoda aus „Star Wars“ formulieren: Seit zehn Jahren ist der durch die Weltraum-Saga zum Milliardär gewordene Filmproduzent George Lucas in seiner kalifornischen Heimat auf der Suche nach einem Standort für eine Mischung aus Geschenk und Denkmal gewesen. Knapp 10.000 Gemälde und 30.000 Objekte, darunter Originale von Edgar Degas, wertvolle Zeichnungen von Dagobert-Duck-Erfinder Carl Barks und Utensilien aus Kult-Filmen wie „Casablanca“, sollten aus seinem jahrzehntelang angehäuften Privatbesitz den Weg in ein Museum finden.

San Francisco, wo Lucas die meiste Zeit seines Lebens verbracht hat, zierte sich, dem leidenschaftlichen Sammler ein Areal unterhalb der Golden-Gate-Brücke zur Verfügung zu stellen. Obwohl der 72-Jährige den Bau, der an ein elegant gelandetes Raumschiff erinnert, bezahlen (eine Milliarde Dollar) und den Kunstbestand (400 Millionen Dollar) kostenlos überantworten wollte.

Los Angeles hat das Rennen gemacht

Jetzt hat der südliche Rivale Los Angeles das Rennen gemacht. Im Hinterhof der Sportarena Coliseum, in Nachbarschaft zum California Science Center und dem Naturhistorischen Museum, soll demnächst im „Exposition Parc“ das „Lucas Museum of Narrative Art“ entstehen. 1500 Arbeitsplätze während der Bauzeit und 350 ständige später ließen Bürgermeister Eric Garcetti gestern jubeln: „Das ist ein wunderbares Geschenk an die ganze Welt.“

Die Eröffnung des von dem chinesischen Architekten Ma Yansong entworfenen Gebäudes ist für den 4. Mai 2020 geplant.

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